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Commerzbank-Tochter Comdirect hebt Prognose an

Quickborn  

Commerzbank-Tochter Comdirect hebt Prognose an

30.07.2020, 09:39 Uhr | dpa

Commerzbank-Tochter Comdirect hebt Prognose an. Comdirect

Das Logo der Comdirect Bank AG. Foto: Bodo Marks/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Die Commerzbank-Tochter Comdirect schraubt wegen des boomenden Wertpapierhandels in der Corona-Krise ihre Gewinnpläne erneut nach oben. Der Gewinn vor Steuern soll im laufenden Jahr jetzt 180 bis 210 Millionen Euro erreichen, teilte die Online-Bank am Donnerstag in Quickborn bei Hamburg mit. Erst Ende April hatte der Vorstand das Ziel auf 130 bis 150 Millionen Euro angehoben.

"Wir verzeichnen in den ersten sechs Monaten 2020 nicht nur eine Höchstmenge an Trades, sondern auch das größte Kundenwachstum innerhalb eines Halbjahres seit mehr als zehn Jahren", sagte Comdirect-Chefin Frauke Hegemann. So stieg die Zahl der Kunden im ersten Halbjahr um rund 172 000 auf 2,91 Millionen. Besonders die Zahl der Depots sei stark gewachsen.

Während der Zinsüberschuss nach Risikovorsorge für faule Kredite um zehn Prozent absackte, konnte die Bank ihren Provisionsüberschuss mehr als verdoppeln. Auf vergleichbarer Basis verfünffachte sich der Vorsteuergewinn nahezu auf 146 Millionen Euro. Unterm Strich stand ein Gewinn von 104 Millionen Euro, gut viermal so viel wie ein Jahr zuvor, wenn man den damaligen Sondergewinn aus dem Verkauf der Tochter Ebase herausrechnet.

Die Comdirect, die selbst börsennotiert ist, steht kurz vor der Komplettübernahme durch die Commerzbank und soll in den Frankfurter Mutterkonzern integriert werden.

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