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Einmalige Retrospektive zu Ernst Barlach in Dresden

Dresden  

Einmalige Retrospektive zu Ernst Barlach in Dresden

03.08.2020, 07:32 Uhr | dpa

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden feiern den bedeutenden Expressionisten Ernst Barlach (1870-1938) aus Anlass seines 150. Geburtstags mit einer einzigartigen Retrospektive. Für die Ausstellung im Albertinum ist die 1917 geschaffene Holzskulptur "Das frierende Mädchen" erstmals nach 80 Jahren zurück an die Elbe gekehrt, sagt Direktorin Hilke Wagner. Die Skulptur war 1937 von den Nazis als "entartet" beschlagnahmt worden.

Ausgerichtet wird die Ausstellung in Kooperation mit dem Ernst-Barlach-Haus Hamburg und der Ernst-Barlach-Stiftung Güstrow. Neben rund 100 Plastiken stehen 24 Holzskulpturen, denen Barlach seine Bedeutung als Bildhauer verdankt, aus dem Barlach-Haus im Fokus. Damit ist seit Jahrzehnten erstmals eine solche Anzahl überhaupt wieder in einer Präsentation vereint. Das gebe es "so wohl nur einmal pro Generation zu sehen"", sagt der Direktor der Sammlung, Karsten Müller.

Auch die Dresdner Studienzeit 1891 bis 1894 bei Bildhauer Robert Diez (1844-1922), Barlachs Verfemung in der Nazi-Zeit sowie Rezeption und Anerkennung in beiden deutschen Staaten nach 1945 werden thematisiert. Ferner werden seine Zeichnungen, Drucke, Skizzenbücher und literarischen Werke beleuchtet.

Der in Wedel bei Hamburg geborene Künstler, der in Rostock starb, hinterließ mit über 10 000 Skizzen, 2800 Zeichnungen, mehr als 600 plastischen Arbeiten sowie acht Dramen und einer umfangreichen Prosa ein opulentes Werk.

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