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Schuljahresbeginn: Viele Pädagogen älter als 50 Jahre

Potsdam  

Schuljahresbeginn: Viele Pädagogen älter als 50 Jahre

06.08.2020, 01:58 Uhr | dpa

Schuljahresbeginn: Viele Pädagogen älter als 50 Jahre. Britta Ernst

Britta Ernst (SPD), Brandenburgs Bildungsministerin. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB (Quelle: dpa)

Mitten in der Corona-Krise sollen Brandenburgs Schulen am kommenden Montag wieder in den Regelbetrieb starten. Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) will dazu heute die Regeln zur Eindämmung des Coronavirus an den Schulen und die Auswirkungen auf die Lerninhalte im Unterricht erläutern. Erst am Mittwoch war die Landesregierung umgeschwenkt und hatte angekündigt, dass in den Schulen in gemeinschaftlich genutzten Räumen wie Fluren, Treppenhäusern und Mensen eine Maskenpflicht gelten soll, nicht aber in den Klassenzimmern und auf dem Schulhof.

Fraglich ist auch, wie viele Lehrer für den Präsenzunterricht zur Verfügung stehen. Pädagogen aus Risikogruppen können sich mit einem Attest davon befreien lassen und von zu Hause aus arbeiten. Von den gut 20 000 Lehrern in Brandenburg waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im vergangenen Schuljahr gut 8000 älter als 50 Jahre und knapp 3600 älter als 60 Jahre.

Auch die Pensionierung von Lehrkräften sorgt für Herausforderungen bei den Neueinstellungen. Denn in den nächsten zehn Jahren gehen jedes Jahr zwischen 450 und 530 Lehrkräfte an den weiterführenden Schulen in den Ruhestand. In diesem Jahr sind nach Angaben des Ministeriums 1300 bis 1400 Neueinstellungen notwendig, die weitgehend erreicht worden seien. Bis Anfang Juni waren 1164 neue Lehrkräfte unbefristet neu eingestellt worden. Darunter waren allerdings 38,7 Prozent Seiteneinsteiger, die pädagogisch qualifiziert werden müssen. Dieser Anteil steigt seit Jahren, 2017 waren es noch 21,2 Prozent.

In der ersten Schulwoche soll bei den Schülern in den Kernfächern der Lernstand erhoben werden, um den Nachholbedarf nach dem monatelangen Heimunterricht vor den Sommerferien festzustellen. Danach soll darüber entscheiden werden, ob es auch an Samstagen oder in den Herbstferien Förderunterricht geben soll.

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