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Braunschweiger Hospiz hat noch viel von Großspende übrig

Braunschweig  

Braunschweiger Hospiz hat noch viel von Großspende übrig

06.08.2020, 07:13 Uhr | dpa

Braunschweiger Hospiz hat noch viel von Großspende übrig. Großspende an Braunschweiger Hospiz

Hospizleiterin Petra Gottsand hält die "Wundertüte" mit einer Spende von 100 000 Euro. Foto: Peter Steffen/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Über eine "Wundertüte" mit 100 000 Euro hat sich vor einem Jahr ein Hospiz in Braunschweig gefreut. Ein Unbekannter hatte eine liebevoll gebastelte Tüte mit dem Geld bei der "Braunschweiger Zeitung" abgegeben. "Wir haben fassungslos drein geguckt damals", sagte Hospizleiterin Petra Gottsand rückblickend. "Es war schon sehr aufregend." Eine so große Spende habe ihr Haus noch nie erhalten. Ein Jahr später ist noch viel von dem Geld übrig. "Wegen Corona mussten wir viele Planungen nach hinten verschieben", sagte Gottsand. So sei unter anderem im März ein gemeinsamer Abend mit Ehren- und Hauptamtlichen geplant gewesen. "Das mussten wir absagen, weil es nicht ging."

"Wir haben aber einige schöne Dinge für die Gästezimmer angeschafft", sagte Gottsand. Gäste werden die Bewohner des Hauses genannt. Dazu zählten etwa spezielle Mobiles, die über Betten von Gästen mit starrem Blick angebracht wurden. Von dem Geld seien zudem Outdoor-Rollstühle angeschafft worden. Deren dicke Gummireifen machten Spaziergänge im Park möglich.

Die Spende steckte vergangenes Jahr in einer "Wundertüte" - 200 Scheine im Wert von 500 Euro. "Wir kriegen heute alle das breite Lächeln nicht mehr aus dem Gesicht heraus", hatte Gottsand damals gesagt. "Das ist schon Wahnsinn." Auch die Gäste des Hauses hätten Tränen in den Augen gehabt. Abgegeben hatte der Spender die Tüte in der Geschäftsstelle der "Braunschweiger Zeitung". Ein Einzelfall war das nicht: Allein 2019 soll der Unbekannte auf diese Weise mindestens 200 000 Euro für wohltätige Zwecke gespendet haben.

Zuletzt hatte ein anonymer Spender am Dienstag 100 000 Euro für ein Hospiz in Gifhorn gespendet. Das Geld übergab er ebenfalls der "Braunschweiger Zeitung". Es sei für den Neubau eines Hospizhauses gedacht. Das beiliegende Plakat sah dem in der Braunschweiger Spende auffällig ähnlich.

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