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Hitzewelle erreicht das Land: Kaum Aussicht auf Abkühlung

Magdeburg  

Hitzewelle erreicht das Land: Kaum Aussicht auf Abkühlung

07.08.2020, 11:23 Uhr | dpa

Hitzewelle erreicht das Land: Kaum Aussicht auf Abkühlung. Die Sonne scheint am blauen Himmel

Die Sonne scheint am blauen Himmel durch Wolken hindurch. Foto: Markus Scholz/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Mit Höchsttemperaturen von 31 bis 33 Grad ist Sachsen-Anhalt in das Wochenende gestartet. Am heißesten war es am Freitag nach vorläufigen Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Köthen und Bernburg, wo das Thermometer fast 34 Grad erreichte. Doch auch im Rest des Landes sei es kaum kühler gewesen, sagte DWD-Meteorologe Florian Engelmann.

Selbst auf dem höchsten Berg Norddeutschlands, dem Brocken, stiegen die Temperaturen demnach auf mehr als 22 Grad. "Das ist schon ganz schön warm, aber nicht ungewöhnlich", sagte Engelmann. Überhaupt seien mehrere heiße Tage während der sogenannten Hundstage zwischen Ende Juli und Ende August nichts besonderes für Sachsen-Anhalt. "So eine Woche um die 35 Grad ist für Sachsen-Anhalt zu dieser Zeit im Jahr nicht außergewöhnlich", sagte Engelmann. Ungewöhnlich wäre eine Hitzeperiode, die deutlich länger anhält. Wie lange die Hitze nun bleibt, ist allerdings noch gar nicht absehbar.

In den nächsten Tagen erwartet der Meteorologe noch heißere Temperaturen: So könnte es am Samstag in einigen Landesteilen bis zu 37 Grad werden. Erst ab Sonntag gebe es dann sehr vereinzelt ein erhöhtes Schauer und Gewitterrisiko. "Wenn man viel Glück hat, bekommt man da vielleicht eine kurze abkühlende Dusche". Dieses Glück könnten laut Engelmann zum Beispiel die Menschen im Harz haben.

Nennenswerte Niederschläge erwartet der Meteorologe aber für die kommenden Tage nicht, auch die neue Woche werde nach derzeitiger Prognose heiß und trocken starten. Für das Ende kommender Woche gibt es zwar einige Indizien auf Abkühlung und Regen. Die seien zu diesem Zeitpunkt allerdings noch unzuverlässig, sagte Engelmann.

Durch die heißen Temperaturen und die geringen Niederschläge der vergangenen Tage stieg in Sachsen-Anhalt auch die Waldbrandgefahr. Im Altmarkkreis Salzwedel gilt seit Freitag mit Stufe 5 die höchste Gefahrenstufe, die bei einer sehr hohen Gefahr ausgerufen wird. In fünf Regionen gilt seit Freitag die Stufe 4 (hohe Gefahr), die schon am Donnerstag in drei Regionen ausgerufen wurde und ab Samstag in drei weiteren Regionen gilt.

Mit den Waldbrandwarnstufen sind bestimmte Verhaltensregeln verbunden. Bei den Gefahrenstufen 2 bis 5 ist es unter anderem verboten, im Wald zu rauchen oder außerhalb der Grillplätze Feuer zu machen. Bei Stufe 5 dürfen die Wege durch den Wald nicht verlassen werden. Die Behörden gliedern Sachsen-Anhalt bei der Beurteilung der Waldbrandgefahr in 18 Regionen, nur in fünf gilt ab Samstag noch die Warnstufe 3, die für mittlere Gefahr steht. Darunter sind die beiden größten Städte Halle und Magdeburg.

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