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Hollywood in der Pfalz: Sternwarte gleicht Film-Roboter

Zweibrücken  

Hollywood in der Pfalz: Sternwarte gleicht Film-Roboter

14.08.2020, 06:39 Uhr | dpa

Hollywood in der Pfalz: Sternwarte gleicht Film-Roboter. Sternwarte Zweibrücken

Die Sternwarte Zweibrücken im Design des Star Wars Droiden R2D2. Foto: Oliver Dietze/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Spektakuläres Ausflugziel für Astroforscher und Kinofans gesucht? Die Volkssternwarte im pfälzischen Zweibrücken bietet beides: einen tiefen Blick mittels Teleskop in das Universum - und als äußeres Erscheinungsbild eine Anlehnung an Hollywood. Das Forschungsgebäude sieht aus wie der große Bruder von R2-D2, aus "Star Wars", einer der berühmtesten Roboter der Filmgeschichte.

Auch Hollywood-Schauspieler Mark Hamill staunte schon über die kosmische Bemalung. "R2-D2 Observatorium hat Deutsche in riesige Nerds verwandelt", twitterte Hamill, der den Saga-Helden Luke Skywalker verkörpert.

"Wir haben ungezählte Reaktionen erhalten - aber die Nachricht von Mark Hamill ist nicht zu übertreffen", sagt Hubert Zitt. Der 57 Jahre alte Saarländer ist Informatik-Professor an der Fachhochschule in Zweibrücken, die zur Hochschule Kaiserslautern gehört. Zitt hält Vorlesungen als Wissenschaftler und gelegentlich Vorträge über die Technik in "Star Wars" und "Star Trek" (Raumschiff Enterprise).

Auf der Suche nach einem neuen Look für die Sternwarte sei er vor zwei Jahren auf den eigenwilligen Kameraden von Skywalker und Co. gekommen, erzählt Zitt. "Das 1999 erbaute Haus war etwas in die Jahre geraten und leicht verwittert." Weil das Observatorium sowieso ein wenig aussehe wie R2-D2, habe man sich für den galaktischen Kubus entschieden. "Nachdem die Hochschule und der Naturwissenschaftliche Verein zustimmten, haben wir uns mit fünf Leuten ans Werk gemacht."

Auf das Aussehen reduziert will Zitt die Sternwarte nicht wissen. "Wir sind stolz auf unser 14-Zoll-Teleskop mit vier Meter Brennweite, mit dem man ferne Galaxien beobachten kann. Es ist ein Unterschied, ob man die Saturnringe mit eigenen Augen sieht oder im Buch." Den Todesstern aus "Star Wars" habe er zwar noch nicht entdeckt, sagt er augenzwinkernd. "Aber wir sind weiter auf der Suche." Die Volkssternwarte sehe ihre Aufgabe darin, das Haus für alle zu öffnen. Leider mache die Corona-Pandemie derzeit Besuche unmöglich.

"Aktuell haben wir in der Sternwarte und an der Kuppel umfangreiche Renovierungen durchgeführt und durch Neuanschaffungen einen hohen technischen Standard erreicht", erzählt Klaus Portscheller vom Naturwissenschaftlichen Verein Zweibrücken. Durch eine neue Installation sei jetzt die Computersteuerung des Teleskops möglich.

Die Sternwarte ist Eigentum des Naturwissenschaftlichen Vereins, der auch Workshops über Fotografie und Bildbearbeitung von astronomischen Objekten anbietet. Er erhofft sich vom Anstrich weitere Bekanntheit - und mehr Mitglieder, um den künftigen Betrieb der Station zu sichern.

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