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Wattführer Heino auf Juist denkt über Ruhestand nach

Wattführer Heino auf Juist denkt über Ruhestand nach

19.08.2020, 08:21 Uhr | dpa

Wattführer Heino auf Juist denkt über Ruhestand nach. Wattführer Heino

Heino Behring, Wattführer, geht durch das Watt vor der Nordseeinsel Juist. Foto: Sina Schuldt/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Nach genau 40 Jahren als hauptberuflicher Wattführer auf Juist will Heino Behring kürzer treten. Der 72-Jährige dachte sogar, der runde Dienstgeburtstag in diesem Jahr sei ein guter Zeitpunkt für den Ruhestand - schraubt das Pensum nun aber erst mal nur zurück. "Ich werde mich spezialisieren auf bestimmte Führungen, wo man bis zu fünf Stunden in die tiefen Regionen des Wattenmeeres reingeht", kündigte Behring an. Davon soll es nur vielleicht vier im Monat geben. Auf mehr als 500 Stunden im Watt brachte er es nach eigenen Angaben früher.

Schon als kleines Kind hatte Behring viel übers Watt gelernt. "Mein Vater hat 1952 mit Wattführungen angefangen. Er hat sich das selbst beigebracht." Dieses Wissen und seine Beobachtungen gibt Heino Behring an die Teilnehmer weiter. Allerdings kann damit jederzeit Schluss sein, erklärt er: "Mit den Füßen gibt es Probleme. Ich bin ja immer barfuß im Watt, auch im Herbst, wenn es kalt wird."

Wenn es darum geht, etwa eine Sandklaffmuschel aufzuspüren, zeigt der 72-Jährige immer noch Leidenschaft. "Man darf nicht einfach nur mit dem Stock im Boden rumstochern. Man muss das mit den Händen machen, sich bücken und die Tiere aufheben. Man muss mit dem Herzen dabei sein und die Natur respektieren." Das Bücken falle allerdings nicht mehr so leicht wie einst.

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