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Studie zu Hebammen: Mehr Nachfrage von Müttern als Angebote

Wiesbaden  

Studie zu Hebammen: Mehr Nachfrage von Müttern als Angebote

20.08.2020, 13:04 Uhr | dpa

Studie zu Hebammen: Mehr Nachfrage von Müttern als Angebote. Eine Hebamme untersucht eine schwangere Frau

Eine Hebamme untersucht eine schwangere Frau. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Werdende Mütter in Hessen fragen im Schnitt sechs bis sieben Hebammen an, bis sie fündig geworden sind. Das geht aus einem Gutachten des Deutschen Krankenhausinstituts und der Hochschule für Gesundheit Bochum für die hessische Landesregierung hervor. "Im Ergebnis bestätigt das Gutachten die angespannte Situation der Hebammenversorgung", teilte Sozialminister Kai Klose (Grüne) am Donnerstag in Wiesbaden mit. Der Hebammenmangel wird seit vielen Jahren in Hessen diskutiert.

Für die Studie wurden 1530 Mütter in Hessen befragt, die im Jahr 2018 ein Kind geboren haben, aber auch rund 640 Hebammen und mehrere Krankenhäuser. Für nahezu alle Hebammenleistungen ist demnach mehr Nachfrage als Angebote vorhanden. So gaben 77 Prozent der befragten Hebammen an, dass sie mehr Anfragen erhielten als sie annehmen könnten. Ein anderes Ergebnis der Studie ist, dass die Mütter im Schnitt 21 Minuten bis zum nächsten Krankenhaus mit Geburtshilfe brauchten, für ein Viertel der Mütter war der Weg länger als 30 Minuten.

Die Ergebnisse des Gutachtens sollen nun in dem Expertengremium "Runder Tisch Zukunftsprogramm Geburts- und Hebammenhilfe in Hessen" diskutiert werden, das sich Klose zufolge am 4. September treffen wird. Der Runde Tisch war 2019 ins Leben gerufen worden, um die Situation genauer zu beleuchten.

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