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Krise beschert Bandagen-Hersteller Bauerfeind Einbußen

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Krise beschert Bandagen-Hersteller Bauerfeind Einbußen

21.08.2020, 06:11 Uhr | dpa

Krise beschert Bandagen-Hersteller Bauerfeind Einbußen. Hans B. Bauerfeind

Hans B. Bauerfeind, Chef der Ostthüringer Bauerfeind AG. Foto: Andreas Chudowski/Bauerfeind AG/dpa (Quelle: dpa)

Nach erheblichen Umsatzeinbußen in der Corona-Krise verzeichnet der Bandagen-Hersteller Bauerfeind wieder bessere Geschäfte. "Im Inland sind wir nach sehr schwierigen zwei Monaten auf dem Weg zurück in die Normalität", sagte Vorstandschef Rainer Berthan im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Das gleiche gelte für einige andere europäische Länder. Andere Regionen wie die USA bereiteten dagegen weiter Sorge. "Ich gehe insgesamt nicht davon aus, dass wir im zweiten Halbjahr die Verluste aus dem ersten Halbjahr ausgleichen können", betonte der 56-Jährige.

Berthan hatte zu Jahresbeginn den Vorstandsvorsitz des mehr als 90 Jahre alten Familienunternehmens mit 2100 Mitarbeitern weltweit übernommen. Es stellt Kompressionsstrümpfe, Bandagen, Orthesen und Einlagen her und zählt zu den größten Familienunternehmen in Ostdeutschland. Der Jahresumsatz beläuft sich eigenen Angaben zufolge auf etwa 300 Millionen Euro, zum Gewinn macht das Unternehmen keine Angabe.

Auf die Corona-Krise wurde bei Bauerfeind mit Kurzarbeit reagiert - so wie auch bei anderen Unternehmen der Branche, wie eine Umfrage des Verbandes Eurocom zum Stand Ende April ergab. Neuere Zahlen liegen laut Verbandsgeschäftsführerin Oda Hagemeier noch nicht vor. Damals meldeten die Unternehmen Umsatzrückgänge von durchschnittlich einem Drittel. Begründet wurde das unter anderem damit, dass Operationen in Kliniken verschoben wurden und Patienten aus Angst vor einer Ansteckung Arztpraxen und Sanitätshäuser mieden.

Inzwischen arbeitet Bauerfeind wieder im normalen Betrieb, wie Berthan sagte. Auch soll der voriges Jahr neu gegründete Standort Gera wie geplant weiterentwickelt werden und die Mitarbeiterzahl dort steigen. Und Berthan will die Internationalisierung der Bauerfeind AG forcieren: "Da beschäftigen uns die Märkte in Asien sehr. Und wir werden die Angebote in den Ländern, wo wir schon tätig sind, erweitern."

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