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Kreis: Hälfte der Risiko-Rückkehrer meldet sich nicht

Rendsburg  

Kreis: Hälfte der Risiko-Rückkehrer meldet sich nicht

25.08.2020, 18:04 Uhr | dpa

Kreis: Hälfte der Risiko-Rückkehrer meldet sich nicht. Corona-Test wird bei einer Patientin durchgeführt

Corona-Test wird bei einer Patientin durchgeführt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-tmn/Symbolbild (Quelle: dpa)

Fast die Hälfte der Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten haben sich bisher beim Kreis Rendsburg-Eckernförde nicht gemeldet. Seit Dienstag würden die "Aussteigekarten", die bei der Einreise in Deutschland ausgefüllt werden müssen, im Kreis verschärft überprüft, teilten Cora von der Heide und Antonia Burgmann, Juristinnen des Kreises und Mitarbeiterinnen des Corona-Testzentrums, in Rendsburg mit.

Am Dienstag habe erstmals ein Mitarbeiter des Kreises in Polizeibegleitung drei durch Aussteigekarten identifizierte Haushalte aufgesucht, um das Einhalten der Quarantäne zu überprüfen - vergeblich. Aussteigekarten sind von Reisenden im Flugzeug oder Reisebus ausgefüllte Formulare mit Kontaktdaten und Angaben zum Gesundheitszustand.

Bei insgesamt neun Personen, die in Risikogebieten waren, seien Verstöße gegen die Meldepflicht beim örtlichen Gesundheitsamt oder sogar das Nichteinhalten der häuslichen Quarantäne festgestellt worden. Verstöße gegen die Meldepflicht können als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld von 150 bis 2000 Euro geahndet werden. Wer sich aus der Quarantäne entfernt, muss mit einem Bußgeld zwischen 500 und 10 000 Euro rechnen.

Seit vergangener Woche treffen beim Kreis Aussteigekarten ein - sie werden seit 7. August ausgestellt. Anfangs habe es meist noch acht bis zehn Tage gedauert, bis Aussteigekarten beim Kreis einträfen, inzwischen habe sich dies auf etwa fünf Tage verkürzt, berichteten von der Heide und Burgmann.

Vergangene Woche hätten sich 32 von etwa 70 Reiserückkehrern, die Aussteigekarten ausgefüllt hatten, nicht beim örtlichen Gesundheitsamt gemeldet. In den ersten beiden Tagen dieser Woche hätten dies 15 von 30 Reiserückkehrern versäumt.

Bisher haben sich den Angaben zufolge überwiegend Rückkehrer aus der Türkei und Spanien nicht gemeldet, "aber das Gesamtbild ist insgesamt bunt gemischt".

Die Juristinnen kündigten an, dass diese Woche die Überprüfungen von Reiserückkehrern, die sich nicht beim Kreis melden, forciert werden. "Wir haben kein Verständnis dafür, dass Menschen, die in Corona-Risikogebiete reisen, sich nach der Rückkehr nicht melden, sagten die Juristinnen. "Schließlich ist jedem vor der Abreise klar, welche Pflichten er hat."

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