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EWE kann Belastungen der Krise durch Einmaleffekte abfedern

Oldenburg  

EWE kann Belastungen der Krise durch Einmaleffekte abfedern

27.08.2020, 13:07 Uhr | dpa

EWE kann Belastungen der Krise durch Einmaleffekte abfedern. EWE-Zentrale Oldenburg

Ein Blick zur EWE-Zentrale. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Das Telekommunikationsgeschäft und mehr Einnahmen durch den Verkauf von Windenergie haben beim Oldenburger Energieanbieter EWE Belastungen der Corona-Krise abgefedert. Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres stieg das Ergebnis unterm Strich um 18 Prozent auf 135,9 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Konzernumsatz sank zum 30. Juni um knapp 4 Prozent im Vorjahresvergleich auf rund 2,8 Milliarden Euro. Demnach hat sich die Corona-Pandemie unter anderem negativ auf das Stromgeschäft ausgewirkt. Die Konzernführung erwartet, dass zum Jahresende wohl nicht alle Ergebniseinbußen vollständig ausgeglichen werden können.

"Bisher haben wir die Corona-Krise durch frühzeitiges Erkennen und Handeln bewältigen können und konnten unser Ergebnis aufgrund von Einmaleffekten sogar steigern. Diese Effekte werden aber über das Jahr wieder ausgeglichen", sagte EWE-Finanzvorstand Wolfgang Mücher. Einmaleffekte gab es beim Gasgeschäft, unter anderem weil durch die Auswirkungen der Pandemie zeitweise große Mengen verfügbar waren und EWE Gas zu niedrigeren Preisen als sonst kaufen konnte.

Das zweite Halbjahr sei wegen der Corona-Pandemie mit viel Ungewissheit verbunden. "Sollte es zu einer Verschärfung des Corona-Krisenszenarios mit entsprechenden Auswirkungen auf unsere Kunden kommen, sind für uns weitere Kompensationsmaßnahmen nur noch sehr begrenzt möglich." Chancen sieht der Konzern in der Krise etwa im Telekommunikationsgeschäft und bei Mobilitätsdienstleistungen.

Der Ausbau von erneuerbaren Energien und ein klimafreundliches Unternehmenswachstum stehen für die Unternehmensführung weiter im Fokus. "Schon jetzt stieg in den ersten sechs Monaten der Stromertrag aus Windenergie im Jahresvergleich stark an", berichtete der EWE-Vorstandsvorsitzende Stefan Dohler. Mit dem geplanten Gemeinschaftsunternehmen mit der Aloys-Wobben-Stiftung, die Alleingesellschafterin des Auricher Windenergieanlagenherstellers Enercon ist, will EWE die klimafreundliche Energieerzeugung ausbauen.

Zudem versucht der Konzern die eigenen Emissionen zu verringern. Die Corona-Krise habe gezeigt, dass eine Zusammenarbeit auch mit Distanz möglich sei. Prozesse und Vorgaben etwa zu Dienstreisen, Arbeitsplätzen und dem Einkauf von Büromaterialien werden demnach auf Aspekte der Klimaneutralität geprüft. "Das ist ein mühsamer und langer Weg, aber der einzig richtige, um zu einem wirklich nachhaltigen Unternehmen zu werden", sagte Dohler.

EWE verkauft Energie, Telekommunikation und Informationstechnologie. Die nicht börsennotierte Aktiengesellschaft ist überwiegend im Besitz von Städten und Landkreisen in Nordwestdeutschland. Im ersten Halbjahr beschäftigte der Konzern im Mittel 9107 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - nach 8831 zum Jahresende 2019.

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