Sie sind hier: Home > Regional >

Hanau setzt auf UV-Technik gegen Covid-19

Hanau  

Hanau setzt auf UV-Technik gegen Covid-19

28.08.2020, 14:56 Uhr | dpa

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will die derzeit stark betroffene Stadt Hanau auf UV-Technik zur Entkeimung setzen. Dazu schloss die Stadt eine strategische Partnerschaft mit Heraeus Noblelight, einer Sparte des Edelmetallkonzerns Heraeus. Von kommender Woche an werde an Themen gearbeitet, für die ein Einsatz der entsprechenden Technologie in Frage komme, sagte der Hanauer Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) am Freitag. Dazu gehörten beispielsweise Klassenräume in Schulen, aber auch Omnibusse, Krankenhäuser oder Behörden.

Hanau lag in den vergangenen Tagen deutlich über der kritischen Schwelle von 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Die Stadt hatte deshalb die Gegenmaßnahmen gegen die Pandemie ähnlich wie zuvor bereits Offenbach verschärft.

Bei der Technologie geht es um UV-C-Strahlung, ein energiestarkes Licht, das zur Desinfektion von Oberflächen und Luft genutzt werden kann, wie der Geschäftsführer von Heraeus Noblelight, Martin Ackermann, erläuterte. Die Strahlung mache Viren und Bakterien "mit einer Wirksamkeit von 99,99 Prozent unschädlich". Die entsprechenden Geräte saugen beispielsweise beim Einsatz in Klassenräumen die Luft ein, entkeimen sie mittels der Strahlung, geben sie wieder an den Raum ab und wälzen die Luft so stetig um.

Andernorts seien entsprechende Lösungen im großen Stil bereits im Einsatz - etwa bei der Luftreinigung in Flughafen-Terminals. Aber auch die Desinfektion von Lebensmittelverpackungen sowie die Aufbereitung von Trinkwasser gehören zu den Anwendungsgebieten. Ähnliche Lösungen bieten etwa die Lichttechnik-Anbieter Osram und Signify an.

Ziel der Partnerschaft mit Heraeus sei, einen "weniger einschränkenden Umgang mit der Pandemie" zu finden, erklärte Kaminsky. Beim direkten Anhusten oder -niesen eines Sitznachbarn beispielsweise dürfte das Infektionsrisiko durch die Technologie zwar nicht völlig gebannt sein, aber insgesamt lasse es sich deutlich verringern, sagte Ackermann. Kaminsky zeigte sich auch überzeugt vom wirtschaftlichen Nutzen. Die Kosten je Gerät dürften etwa im niedrigen vierstelligen Bereich liegen - andererseits müsse der größere Aufwand betrachtet werden, um etwa das Innere eines Stadtbusses auf herkömmlichem Weg zu reinigen und zu desinfizieren.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal