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Eifeler Hopfenbauer erwartet gute Durchschnittsernte

Holsthum  

Eifeler Hopfenbauer erwartet gute Durchschnittsernte

02.09.2020, 05:36 Uhr | dpa

Eifeler Hopfenbauer erwartet gute Durchschnittsernte. Ein Erntehelfer bringt den neuen Hopfen ein

Ein Erntehelfer bringt den neuen Hopfen ein. Foto: Harald Tittel/dpa (Quelle: dpa)

Der einzige Hopfenbauer in Rheinland-Pfalz fährt derzeit seine Ernte ein. Von der Menge her rechne er mit einer guten Durchschnittsernte zwischen 900 und 930 Zentnern, sagte Andreas Dick in Holsthum (Eifelkreis Bitburg-Prüm) zum Start der vierwöchigen Ernte. Die Inhaltswerte des Hopfen seien in diesem Jahr besonders gut. "Wir haben ein ganz tolles Aroma", sagte er. Dick baut mit seiner Familie in der Südeifel auf 22 Hektar Hopfen an. Sein Anbaugebiet ist das nördlichste in Deutschland.

Die sattgrünen Pflanzen seien bis zu 7,50 Meter hoch gewachsen. Trotz Hitzephasen im Sommer habe der Hopfen immer wieder genügend Feuchtigkeit gehabt, sagte Dick. Es sei gut gewesen, dass es in der Hauptwachstumsphase der Kletterpflanzen im Mai und Juni genug Regen gegeben habe. Und: Das Wurzelwerk reiche sechs Meter tief. "Da kommen die Pflanzen in andere Regionen hinein, wo Wasser gezogen werden kann", sagte er. Der Startschuss für die Ernte fiel am Montag.

Auch deutschlandweit rechnen die Hopfenbauern mit "einer guten Durchschnittsernte" von hoher Qualität. Sie treffe jedoch auf eine deutlich geringere Nachfrage der Händler und Bierbrauer als im Vorjahr, teilte ihr Verband kürzlich im oberbayerischen Wolnzach in der Hallertau mit. Die Folge seien sinkende Preise - bei einigen Sorten drohte geradezu ein Preisverfall.

Allerdings seien rund 90 Prozent der geschätzten Ernte bereits vorab über mehrjährige Lieferverträge zu einem festen Preis verkauft, sagte der stellvertretende Geschäftsführer des Verbands Deutscher Hopfenpflanzer, Werner Brunner, der Deutschen Presse-Agentur. Damit würden nur etwa zehn Prozent Preisschwankungen unterliegen.

In Deutschland gibt es knapp 1100 Hopfenbaubetriebe, gut zwei Drittel davon in der Hallertau in Bayern. Der Rest verteilt sich auf die Gebiete Elbe-Saale, Spalt in Mittelfranken, Tettnang in Baden-Württemberg - und eben die Eifel. Die Anbaufläche beträgt bundesweit gut 20 000 Hektar. Ab Mitte dieser Woche würden alle Hopfenbaubetriebe mit der Ernte begonnen haben, sagte Brunner.

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