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Wasserschutzpolizei beklagt Sorglosigkeit bei Sportlern

Dummerstorf  

Wasserschutzpolizei beklagt Sorglosigkeit bei Sportlern

03.09.2020, 05:40 Uhr | dpa

Wasserschutzpolizei beklagt Sorglosigkeit bei Sportlern. Polizei

Ein Blaulicht der Polizei leuchtet auf. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB (Quelle: dpa)

Die Wasserschutzpolizei beobachtet eine zunehmende Sorglosigkeit von Wassersportlern und anderen Verkehrsteilnehmern auf den Gewässern des Landes. Im Fokus stehe auch das Stand Up Paddling (SUP), sagte der Sprecher der Wasserschutzpolizei MV, Robert Stahlberg. "Die sind überall unterwegs, mal zu zweit oder zu dritt, mit Kind oder dem Hund auf dem Brett." Viele hätten keine Rettungsmittel dabei oder steuerten auch durchs Fahrwasser und behinderten den Schiffsverkehr.

So berichteten beispielsweise Betreiber von Fahrgastschiffen im Rostocker Stadthafen, dass die Paddler das Anlegen störten. "Gerade die Anfänger haben Probleme beim Manövrieren." Dies sei auch auf der Ostsee zu beobachten, wo die Menschen immer wieder vom Brett fallen - oft ohne Rettungsmittel.

SUP gelten laut Stahlberg als Kleinfahrzeuge, die nur mit Muskelkraft betrieben werden und deshalb nicht gekennzeichnet werden müssen. Für sie sei jedoch das Befahren des Fahrwassers verboten, das dürfen nur Boote und Schiffe.

Gleichzeitig gebe es mehr Verkehr auf den Gewässern. Dies hänge mit den Reisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie zusammen, sagte Stahlberg. Bei dem hohen Verkehrsaufkommen komme es zwangsläufig zu mehr Verstößen wie Alkohol am Steuer oder zu schnelles Fahren. So seien auf dem Finowsee bei Neustrelitz ein Junge und seine Mutter beim Sturz aus ihrem Boot verletzt worden, als mehrere Boote und ein Wassermotorrad an ihnen vorbeirasten. Gerade diese Wassermotorräder, sogenannte Jetskis, bereiteten den Beamten viel Ärger.

Sorgen bereiten den Polizisten auch die Hobbykapitäne, die ohne Führerschein unterwegs sind. Sie bräuchten zwar keine Erlaubnis, sie sollten sich aber auf ihre Tour mit dem meist unbekannten Gefährt vorbereiten und die Grundkenntnisse in der Wetterkunde beherrschen, hieß es.

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