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Robert Koch-Institut startet Antikörper-Studie in Straubing

Straubing  

Robert Koch-Institut startet Antikörper-Studie in Straubing

08.09.2020, 13:25 Uhr | dpa

Robert Koch-Institut startet Antikörper-Studie in Straubing. Der Oberbürgermeister von Straubing, Markus Pannermayr beim Test

Der Oberbürgermeister von Straubing, Markus Pannermayr (CSU, r), lässt sich eine Blutprobe für einen Antikörpertest entnehmen. Foto: Ute Wessels/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Das Robert Koch-Institut hat im niederbayerischen Straubing eine dritte Antikörper-Studie zum Coronavirus gestartet. Das RKI will bundesweit in vier stark betroffenen Gemeinden jeweils rund 2000 Menschen auf das Virus testen. Im oberbayerischen Bad Feilnbach (Landkreis Rosenheim) und in Kupferzell (Hohenlohekreis) in Baden-Württemberg sind die Studien bereits durchgeführt worden. Die Ergebnisse für Straubing sollen in einigen Wochen vorliegen.

Die Teilnahme besteht den Angaben nach aus zwei Teilen: Zunächst wird bei den Probanten ein Rachenabstrich zum Test einer akuten Infektion gemacht sowie Blut abgenommen, um mögliche Antikörper zu bestimmen. Das soll zeigen, wie weit sich das Virus in der Bevölkerung verbreitet hat. In einem zweiten Teil werden die Teilnehmer zu Vorerkrankungen, Vorsichtsmaßnahmen und ihrem Sozialverhalten befragt - ob sie etwa bei Familienfeiern oder auf Veranstaltungen waren.

Erste Testperson in Straubing war am Dienstag der Rathaus-Chef: Oberbürgermeister Markus Pannermayr (CSU) trat in der in einem Bus untergebrachten RKI-Teststation zu Rachenabstrich und Blutentnahme an. Insgesamt wurden 2000 Straubinger angeschrieben, damit sie sich an der Studie beteiligen. Die Teilnahme ist freiwillig. Bis Dienstag hatten sich laut RKI 620 Menschen angemeldet.

Die Wissenschaftler wollen auch erforschen, wie hoch der Anteil der Infizierten ist, die Krankheitssymptome haben oder hatten. Die Studie sei wichtig, um die Krankheit besser zu verstehen, sagte Osamah Hamouda vom RKI. "Diese Pandemie ist bei Weitem noch nicht vorbei."

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