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Bauernverband zu Schweinepest: Ausbreitung verhindern

Rendsburg  

Bauernverband zu Schweinepest: Ausbreitung verhindern

10.09.2020, 13:20 Uhr | dpa

Bauernverband zu Schweinepest: Ausbreitung verhindern. Schweinestall

Schweine stehen in einem Stall. Foto: Patrick Pleul/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Nachdem erstmals in Deutschland die Afrikanische Schweinepest (ASP) nachgewiesen worden ist, fordert der Bauernverband Schleswig-Holstein vorbeugende Schutzmaßnahmen. "Für Schleswig-Holstein bedeutet dies zunächst einmal, dass die bundesweiten und grenzüberschreitenden Präventionsmaßnahmen weiter verstärkt werden müssen, um eine Verschleppung des Virus in Wildschwein- oder Hausschweinpopulationen in andere Regionen zu vermeiden", sagte eine Sprecherin des Bauernverbandes am Donnerstag in Rendsburg der Deutschen Presse-Agentur.

Die für Menschen ungefährliche Tierseuche wurde bei einem toten Wildschwein in Brandenburg nachgewiesen, wie Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) am Donnerstag in Berlin mitteilte. Der Kadaver des Wildschweins war wenige Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt im Landkreis Spree-Neiße gefunden worden. Damit verliert Deutschland den Status als "seuchenfrei". Nun können Exportstopps für Schweinefleisch ins Nicht-EU-Ausland drohen.

In Schleswig-Holstein gab es im vergangenen Jahr rund 800 Schweinebetriebe mit insgesamt fast 1,4 Millionen Schweinen, wie aus einer Übersicht des Statistikamtes Nord hervorgeht.

Die Sprecherin des Bauernverbandes verwies darauf, dass das Virus bereits seit längerer Zeit in Polen nachgewiesen worden war und 2017/2018 in Tschechien und Belgien. "Die Gefahrensituation war bekannt, so dass Schweinehalter und zuständige Behörden Krisenpläne erarbeiten und Übungen für den Krisenfall durchführen konnten", sagte die Sprecherin. Die Bewertung der Situation in Brandenburg und die Vermeidung einer Verschleppung habe nun erst einmal Priorität.

Der Bauernverband Schleswig-Holstein beschäftige sich bereits seit vier Jahren mit einem Krisenszenario. Die Landwirte seien gemeinsam mit der Branche und den Behörden nicht untätig gewesen. "Insofern stehen Möglichkeiten zur Verfügung, die eine Einschleppung in Hausschweinebetriebe unwahrscheinlich machen." Es sei dennoch weiterhin unabdingbar, dass sich schweinehaltende Betriebe mit Fragen der Betriebshygiene weiter intensiv auseinandersetzen und in ihrer Wachsamkeit nicht nachlassen.

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