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Tod durch illegale Böller: 32-Jähriger vor Gericht

Hanau  

Tod durch illegale Böller: 32-Jähriger vor Gericht

14.09.2020, 01:17 Uhr | dpa

Tod durch illegale Böller: 32-Jähriger vor Gericht. Paragrafen-Symbole

Paragrafen-Symbole sind an Türgriffen am Eingang zu einem Gericht zu sehen. Foto: Oliver Berg/dpa/Illustration (Quelle: dpa)

Weil er mit illegalem Silvesterfeuerwerk gehandelt und dadurch den Tod eines Mannes verursacht haben soll, muss sich ein 32-Jähriger von heute an vor dem Landgericht Hanau verantworten. Die Anklage lautet auf fahrlässige Tötung sowie schwere Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz.

Von Bruchköbel im Main-Kinzig-Kreis aus habe der Mann bundesweit sogenannte Polenböller über das Internet verkauft. Dabei handelt es sich um aus dem Nachbarland stammende und in Deutschland illegale Feuerwerkskörper mit starker Explosionswirkung. Durch Zufall war die Polizei im Mai 2018 auf das illegale Feuerwerksarsenal gestoßen, in dem sich rund 200 Kilogramm Böller befunden haben sollen.

Ein aus Bruchköbel gelieferter Böller, der aus 300 Gramm Sprengstoff bestanden haben soll, ist nach Ansicht der Staatsanwaltschaft in der Neujahrsnacht 2018 einem 22-Jährigen zum Verhängnis geworden. Der Mann aus dem niedersächsischen Löningen habe schwerste Gesichtsverletzungen erlitten, als die "Kugelbombe" verfrüht explodiert sei. Der Mann starb sechs Tage später in der Uniklinik im westfälischen Münster an den Folgen der Explosion.

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