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Zahl der Selbstanzeigen von Steuersündern steigt nicht an

Wiesbaden  

Zahl der Selbstanzeigen von Steuersündern steigt nicht an

14.09.2020, 05:28 Uhr | dpa

Zahl der Selbstanzeigen von Steuersündern steigt nicht an. Eine "Selbstanzeige" liegt neben einer Einkommensteuererklärung

Ein Kugelschreiber liegt auf einer "Selbstanzeige" neben einer Einkommensteuererklärung. Foto: Armin Weigel/dpa/Illustration (Quelle: dpa)

Die Zahl der Selbstanzeigen von Steuersündern hat sich im ersten Halbjahr 2020 in Hessen nicht erhöht. Die Finanzämter im Land profitierten aber nach Angaben des Finanzministeriums in Wiesbaden noch mit einer Summe von fast 120 000 Euro aus Fällen des Vorjahres, bei denen final erst 2020 die Summe der festgelegten Mehrsteuer feststand.

In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres waren laut Ministerium zwar Selbstanzeigen bei den zuständigen Stellen eingegangen. Im Laufe der weiteren Prüfungen habe sich bei den wenigen Fällen dann aber herausgestellt, dass es sich um einen anderen Sachverhalt handelte.

Im vergangenen Jahr hatten sich noch 19 Steuerbetrüger bei den Finanzämtern in Hessen gemeldet. Rund 1,36 Millionen Euro betrug die Summe der vorläufigen Mehreinnahmen des Landes durch die Rückzahlungen.

Nachdem Anfang des Jahres 2015 die Regeln für strafbefreiende Selbstanzeigen strenger geworden waren, hat die Zahl der eingegangenen Meldungen bundesweit kontinuierlich abgenommen. Im Rekordjahr 2014 hatten sich in Hessen noch 3495 Steuerhinterzieher mit einer Selbstanzeige gemeldet. Das Finanzamt hatte von ihnen rund 220 Millionen Euro nachkassiert.

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