Sie sind hier: Home > Regional >

25 Ermittlungsverfahren gegen 50 Beschuldigte

Wiesbaden  

25 Ermittlungsverfahren gegen 50 Beschuldigte

17.09.2020, 17:42 Uhr | dpa

25 Ermittlungsverfahren gegen 50 Beschuldigte. Eva Kühne-Hörmann (CDU)

Eva Kühne-Hörmann (CDU), Justizministerin von Hessen. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Bei den Ermittlungen zu rechtsextremen Chats von Polizisten und Drohmails mit dem Absender "NSU 2.0" gibt es nach Angaben von Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann mittlerweile 25 Verfahren. Diese richteten sich gegen 50 Beschuldigte, erklärte die CDU-Politikerin am Donnerstag im Innenausschuss des hessischen Landtags in Wiesbaden. Innenminister Peter Beuth (CDU) berichtete von 105 Drohschreiben, von denen 88 dem Komplex "NSU 2.0" zugerechnet werden.

Mehrere Politikerinnen und die Frankfurter Rechtsanwältin Seda Basay-Yildiz, die im Münchner Prozess um die Morde des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) Opferfamilien vertreten hatte, erhielten unter anderem die Drohschreiben. Bei einigen waren zuvor persönliche Daten von Polizeicomputern in Frankfurt und Wiesbaden abgerufen worden.

Auch in Berlin und Hamburg soll es im Zusammenhang mit rechtsextremen Drohschreiben illegale Datenabfragen von Polizeicomputern gegeben haben. Die hessische Justizministerin berichtete im Innenausschuss, dass das auch bei dem Satiriker Jan Böhmermann in Berlin erfolgt sein soll. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat die Federführung bei den Ermittlungen zu dem Komplex "NSU 2.0".

Die Wiesbadener Landtagsopposition warf den hessischen Ermittlern Pannen und verspätete Untersuchungen vor.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal