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Mannheimer Polizei lobt "Nachtschicht": Keine Eskalationen

Mannheim  

Mannheimer Polizei lobt "Nachtschicht": Keine Eskalationen

20.09.2020, 08:41 Uhr | dpa

Mannheimer Polizei lobt "Nachtschicht": Keine Eskalationen. Projekt "Nachtschicht"

Mitarbeiter des Projekts "Nachtschicht" gehen im Stadtteil Jungbusch über einen Weg. Foto: Uwe Anspach/dpa (Quelle: dpa)

Der Mannheimer Polizeipräsident hat eine positive erste Bilanz des Projektes "Nachtschicht" im Ausgehviertel Jungbusch gezogen. "Die ersten Erfahrungen zeigen mir, dass wir uns gemeinsam mit allen Beteiligten auf dem richtigen Weg befinden, um einen Interessensausgleich zu gewährleisten", sagte Andreas Stenger der Deutschen Presse-Agentur. Seit vielen Wochen seien durch die niedrigschwellige Ansprache des Teams Eskalationen im Jungbusch vermieden worden. Ziel sei es, eine Balance zwischen dem gastfreundlichen Jungbusch mit Ausgehkultur und Nachtleben und den Bedürfnissen der Anwohner herzustellen.

Die vielen Bars, Kneipen, Cafés, Restaurants auf engstem Raum sind nicht nur für Mannheimer ein Magnet, sondern locken auch Menschen aus dem pfälzischen Ludwigshafen und aus dem Odenwald an.

Seit Juli sind die vier Nachtschichtler immer am Wochenende im belebten Quartier unterwegs. Die beim Gemeinschaftszentrum Jungbusch angebundenen drei Männer und eine Frau suchen Kontakt, hören zu, vermitteln und achten auf das Einhalten der Corona-Regeln - alles, um Unterschiede in Herkunft, Wohlstand, Lebensweise nicht zum Sprengstoff, sondern zur Bereicherung für das Viertel werden zu lassen. Dort leben 6000 Einwohner aus 80 Ländern.

Die Nachtschichtler werden von der Stadt für jeweils 30 Stunden im Monat bezahlt. Die Schichten an den Wochenenden reichen von 22 Uhr bis 3 Uhr des nächsten Tages. Die "Nachtschicht" kann bei Spannungen die Lage sondieren, bereits befrieden oder die zunächst im Hintergrund agierende Polizei informieren. "So wird ein effizientes und lagebezogenes Einschreiten mit perfektem Timing ermöglicht", erläuterte der Polizeichef.

Von den Bewohnern kommen nach Stengers Worten überwiegend positive Rückmeldungen. Der gemeinsamer Ansatz von Stadt, Quartiersmanagement, Polizei, Bewohnern und Gastronomie werde geschätzt.

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