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Mutmaßlich Rechtem soll Waffenbesitzkarte entzogen werden

Seevetal  

Mutmaßlich Rechtem soll Waffenbesitzkarte entzogen werden

22.09.2020, 12:25 Uhr | dpa

Nach dem Fund von rund 250 scharfen Schusswaffen bei einem Mann mit mutmaßlich rechter Gesinnung im niedersächsischen Seevetal bei Hamburg soll dem Mann die Waffenbesitzkarte entzogen werden. Die Gemeinde Seevetal als untere Waffenbehörde habe ein Widerrufsverfahren zum Entzug der waffenrechtlichen Erlaubnis eingeleitet, teilte das Innenministerium in Hannover am Dienstag mit. Für den überwiegenden Teil der Waffen hatte der Mann eine Genehmigung. Nur für den kleineren Teil der Waffen, für den keine Genehmigung vorlag, wird er nach dem Fund vor eineinhalb Wochen jetzt strafrechtlich verfolgt.

Die Grünen im Landtag fordern unterdessen Ermittlungen in alle Richtungen, um Hintergründe und eventuelle Netzwerke auszuleuchten. An diesem Donnerstag wird von Innenminister Boris Pistorius (SPD) eine Unterrichtung zu dem Waffenfund im Verfassungsschutzausschuss erwartet. "Es ist schockierend, dass ein Mann in seiner Wohnung unbehelligt ein solches Waffenarsenal zusammenstellen kann", sagte der Grünen-Abgeordnete Helge Limburg. "Vor dem Hintergrund, dass wir von mehreren gewaltbereiten rechtsextremen Gruppen wissen und gleichzeitig bei Polizei und Bundeswehr seit Jahren immer wieder Waffen verschwinden, ist das ein alarmierender Fund."

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