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Wegen Corona lernen rund 200 Schüler dauerhaft zu Hause

Schwerin  

Wegen Corona lernen rund 200 Schüler dauerhaft zu Hause

30.09.2020, 07:06 Uhr | dpa

Wegen der Corona-Gefahr sind 207 gesundheitlich besonders gefährdete Schüler in Mecklenburg-Vorpommern mit dauerhaftem Fern-Unterricht in dieses Schuljahr gestartet. An den öffentlichen Berufsschulen waren es vier. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken im Landtag hervor.

Jeder betroffene Schüler habe einen festen Ansprechpartner bekommen, der den Distanzunterricht koordiniere, erklärte das Bildungsministerium. Dabei handele es sich oft um Pädagogen, die selbst zur Corona-Risikogruppe gehörten und deshalb nicht im Präsenzunterricht eingesetzt werden könnten. Mindestens einmal in der Woche sollen Schüler und Betreuer miteinander Kontakt aufnehmen.

Das Lernmaterial soll den Kindern und Jugendlichen digital übermittelt werden. Allerdings könnte das wegen der weißen Flecken auf der Internet-Landkarte oder wegen fehlender Endgeräte nicht immer klappen. "Sollte dies nicht möglich sein, sind zur Sicherstellung der Materialübermittlung andere Wege der Bereitstellung zu wählen", heißt es deshalb von der Regierung.

Die Vorsitzende der Linken im Landtag, Simone Oldenburg, sagte: "Es gibt Schulen, da sind alle Lehrer im Präsenzunterricht. Hier funktioniert Distanzunterricht, wenn überhaupt, nur durch Mehrarbeit der Lehrkräfte." Und solange Hunderte Schulen nicht über Breitbandanschluss verfügten, bleibe Distanzunterricht ohnehin illusorisch. Sie forderte zusätzliche Stellenausschreibungen unter anderem für Lehrkräfte, die für das Unterrichten der Schülerrisikogruppen zuständig sein sollten.

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