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Warnstreiks im öffentlichen Dienst: Mehrere Städte betroffen

Lünen  

Warnstreiks im öffentlichen Dienst: Mehrere Städte betroffen

01.10.2020, 08:20 Uhr | dpa

Warnstreiks im öffentlichen Dienst: Mehrere Städte betroffen. Das Verdi-Logo prangt an einer Warnweste

Das Verdi-Logo prangt an einer Warnweste. Foto: Christophe Gateau/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

In mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen hat die Gewerkschaft Verdi die Kommunalverwaltungen zum Warnstreik aufgerufen. Betroffen seien unter anderem Düsseldorf, Dortmund, Herne, Lünen, Mönchengladbach und Viersen sowie die Kreisverwaltung Recklinghausen, teilte ein Sprecher am Donnerstagmorgen mit. "Der Streik läuft seit etwa 7.00 Uhr an, die größten Auswirkungen werden wohl in großen Städten wie Düsseldorf und Dortmund zu spüren sein", sagte der Verdi-Sprecher.

In Lünen wird nach Auskunft der Gewerkschaft neben der Stadtverwaltung auch die Sparkasse zum Warnstreik aufgerufen. In Herne beteiligen sich auch Beschäftigte der Stadtwerke und der Stadtentwässerungsbetriebe, in Mönchengladbach die Mitarbeiter der Abfall-, Grün- und Straßenbetriebe. Außerdem legen die Beschäftigten der Ruhr- und Niersverbände ihre Arbeit am Donnerstag nieder.

Darüber hinaus werden die Warnstreiks im Gesundheitswesen in verkleinertem Rahmen fortgesetzt. Bestreikt werden demnach drei Kliniken in Düsseldorf, eine in Viersen sowie eine in Mönchengladbach.

"Mit unserem Streikkonzept berücksichtigen wir die Bedingungen der Corona-Pandemie", sagte der Sprecher. Man werde darauf achten, große Ansammlungen von Streikenden vor den Häusern zu vermeiden.

Mit den Warnstreiks will Verdi den Druck auf die Arbeitgeber in den laufenden Verhandlungen für Beschäftigte im Öffentlichen Dienst bei den Kommunen und im Bund erhöhen. Die Gewerkschaft und der Beamtenbund dbb fordern für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten ein Plus von 4,8 Prozent für ein Jahr. Löhne und Gehälter sollen dabei mindestens um 150 Euro pro Monat steigen, Azubis sollen 100 Euro mehr bekommen. Zwei Gesprächsrunden brachten kein Ergebnis. Am 22. und 23. Oktober soll weiter verhandelt werden.

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