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Regierung für Überbrückungshilfen des Bundes für MV Werften

Stralsund  

Regierung für Überbrückungshilfen des Bundes für MV Werften

02.10.2020, 13:59 Uhr | dpa

Regierung für Überbrückungshilfen des Bundes für MV Werften. MV Werften

Blick auf das Werftgelände der MV Werften Standort Stralsund. Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Landesregierung in Schwerin stimmt einer vorzeitigen Teilauszahlung von 190 Millionen Euro aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds des Bundes an die MV Werften zu. Eine entsprechende Beschlussvorlage zu den Verhandlungsergebnissen für die Werftenrettung sei in einer Telefonschalte des Kabinetts einstimmig beschlossen worden, teilte das Wirtschaftsministerium am Freitag in Schwerin mit.

In dem etwa halbstündigen Gespräch habe Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) seine Kabinettskollegen über den Verlauf der jüngsten Gespräche zwischen Bund, Werfteigner Genting und Land informiert. Am Montag soll dann der Finanzausschuss des Landtags in einer Sondersitzung unterrichtet werden. Ob bis dahin die endgültige Entscheidung der zuständigen Bundesministerien vorliegt, blieb zunächst offen. Der Großteil der mehr als 3000 Werftarbeiter in Wismar, Rostock und Stralsund ist seit Monaten in Kurzarbeit.

Ziel der Landesregierung ist es, die in Folge der Corona-Krise angeschlagenen MV Werften unter den Rettungsschirm des Bundes zu bringen. Mit Hilfe von Krediten und Bürgschaften über insgesamt etwa 570 Millionen Euro sollen die Schiffbaubetriebe über die Zeit gerettet werden. Für eine Entscheidung darüber sind aber noch Gutachten zu den Zukunftschancen der Werften und des Mutterkonzerns Genting Hongkong erforderlich, die vermutlich erst im Dezember vorliegen werden.

Genting hatte 2016 die Werften in Mecklenburg-Vorpommern übernommen, um dort Kreuzfahrtschiffe für eigene Reedereien bauen zu lassen. Weil seit Beginn der Corona-Pandemie aber wichtige Einnahmen aus den Hauptbetätigungsfeldern Glücksspiel und Kreuzfahrten ausbleiben, geriet Genting in finanzielle Schieflage. An den Schiffbauprojekten will der Konzern festhalten. Der Löwenanteil des nun in Aussicht stehenden Überbrückungskredits des Bundes über 190 Millionen Euro soll für die Fertigstellung des in Stralsund gebauten eisgängigen Expeditions-Kreuzfahrtschiffes "Endeavor" eingesetzt werden.

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