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Bayern zufrieden mit Coronapolitik: CSU verliert Wählergunst

Arnschwang  

Bayern zufrieden mit Coronapolitik: CSU verliert Wählergunst

07.10.2020, 17:03 Uhr | dpa

Verglichen mit den vergangenen Corona-Monaten muss die CSU erstmals wieder in einer Umfrage einen deutlichen Rückgang in der Gunst der Befragten hinnehmen. Im aktuellen BR-Bayerntrend des Meinungsforschungsinstituts infratest dimap im Auftrag des BR-Politikmagazins "Kontrovers" kommen die Christsozialen auf 45 Prozent und liegen damit vier Prozentpunkte hinter ihrem Wert aus dem vergangenen Juli. Gleichwohl würde das Ergebnis noch knapp für eine absolute Mehrheit im Landtag reichen.

Der Umfrage zufolge wären die Grünen weiterhin mit Abstand die zweitstärkste Kraft im Maximilianeum. Verglichen mit der Juli-Umfrage könnte die Partei um einen Prozentpunkt zulegen und würde bei 21 Prozentlanden. SPD und AfD liegen den Angaben der Demoskopen zufolge bei je 8 Prozent landen (+ 1 Punkt), gefolgt von den Freien Wählern (7 Prozent). Die FDP würde ebenso wie die Linke mit je 3 Prozent nicht den Einzug in den Landtag schaffen.

Bei der Bewertung ihres Corona-Krisenmanagements schneidet die Staatsregierung um CSU-Chef und Ministerpräsident Markus Söder weiterhin gut ab, doch auch hier sinkt die Zustimmung verglichen mit der Umfrage im Sommer: Nach 87 Prozent im Juli bewerten aktuell 79 Prozent das Handeln der Staatsregierung in der Pandemie positiv, 21 Prozent sehen es kritisch. Auch rückblickend beurteilen viele Wahlberechtigte (75 Prozent) die bisherige Corona-Politik in Bayern seit dem Ausbruch der Pandemie alles in allem als angemessen. Als übertrieben bewerten sie 17 Prozent, 7 Prozent hätten sich rückblickend weitergehende Maßnahmen gewünscht.

"Die Umfrage zeigt unverändert ein hohes Maß an Grundvertrauen in die CSU und große Zustimmung zum Corona-Kurs von Ministerpräsident Markus Söder", sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume. Auch die Grünen sehen ihren Kurs bestätigt: Das gute Umfrageergebnis zeige eine sehr hohe Wertschätzung der Politik der Grünen und dass die Menschen eine zukunftsweisende Politik wollen, die über diese Krise hinaus denke, sagte Landeschefin Eva Lettenbauer.

Angesichts des anstehenden Herbsts und Winters fürchten 29 Prozent der Befragten eine Ansteckung mit dem Virus. Im Juli hatten 27 Prozent diese Sorge geäußert. Größere Sorgen macht den Menschen mehrheitlich aber die wirtschaftliche Lage im Land. Nach 60 Prozent im Juli äußern aktuell 55 Prozent der Bayern große bis sehr große Furcht, dass sich wegen der Pandemie die Lage verschlechtern könnte.

Nach wie vor ist die Sorge um die eigene wirtschaftliche Situation dagegen deutlich geringer. Ähnlich wie im Sommer befürchtet derzeit jeder fünfte bayerische Wahlberechtigte (20 Prozent; -2) Probleme für sich. Mit 12 Prozent machen sich die älteren Bayern vergleichsweise weniger Sorgen um ihr eigenes Auskommen. Demgegenüber steht der Anteil der 40- bis 64-Jährigen, die sich wegen der Pandemie um ihre Lebenssituation sorgen, mit 24 Prozent doppelt so groß.

Ungeachtet der sehr hohen Zustimmung zur Corona-Politik der Staatsregierung sieht exakt die Hälfte der Bayern den sozialen Zusammenhalt durch die Pandemie bedroht. Hier zeigen sich auch große Unterschiede bei den verschiedenen Altersgruppen: Während 55 Prozent der Bayern, die älter als 65 Jahre sind, hier sehr große oder große Sorgen haben, sind es bei den 18- bis 39-Jährigen nur 41 Prozent.

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