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In Thüringen fast 6000 nachgewiesene Corona-Infektionen

Meiningen  

In Thüringen fast 6000 nachgewiesene Corona-Infektionen

27.10.2020, 16:33 Uhr | dpa

In Thüringen fast 6000 nachgewiesene Corona-Infektionen. Intensivbett

Ein Bett auf einer Intensivstation. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

In Thüringen sind seit Beginn der Corona-Pandemie im März fast 6000 Infektionen mit dem neuartigen Virus Sars-CoV-2 nachgewiesen worden. Mit Stand Mitternacht waren es nach Angaben der Landesregierung am Dienstag 5938 Fälle und damit 75 mehr als am Vortag. Innerhalb der vergangenen sieben Tage wurden 922 Neuinfektionen registriert, so dass sich die Zahl der neuen Fälle innerhalb einer Woche je 100 000 Einwohner mit 43,2 dem kritischen Wert von 50 annähert.

27 Menschen werden derzeit auf Intensivstationen behandelt, sechs davon müssen künstlich beatmet werden, wie aus dem nationalen Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin hervorgeht. Wie Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) sagte, verfügt Thüringen über 896 Intensivbetten, für die es auch das nötige Personal gebe, um Schwerkranke zu betreuen. Es habe in den vergangenen Wochen auch Schulungen gegeben, damit Pflegekräfte in diesem Bereich eingesetzt werden könnten. Laut Werner wären die Krankenhäuser bei einer hohen Zahl an schwer Erkrankten in der Lage, innerhalb von zwei Wochen weitere 418 Intensivbetten vorzuhalten.

Unterdessen sind in den Landkreisen Altenburger Land und Schmalkalden-Meiningen jeweils mehr als 100 Infektionen je 100 000 Einwohner in den letzten sieben Tagen verzeichnet worden. Nach Angaben des Landratsamtes des Altenburger Landes beträgt die aktuelle sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz 107,39 pro 100 000 Einwohner. Für Schmalkalden-Meiningen gab das dortige Landratsamt den Wert mit 101,7 an.

In Weimar wurde mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 59,92 je 100 000 Einwohner der als kritisch geltende Wert von 50 überschritten. Die Stadt Weimar erarbeite derzeit eine neue Allgemeinverfügung, in der die aktuellen Entwicklungen berücksichtigt würden, teilte die Kommune mit. Diskutiert werde dabei unter anderem über ein Alkoholverbot und eine Maskenpflicht auf öffentlichen Veranstaltungen, die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung für private Unternehmen, ein Ausschankschluss ab 22.00 Uhr sowie die Ausdehnung der Test-Durchführungszeiten für Reiserückkehrer.

Auch im Kreis Weimarer Land lag die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche am Dienstag bei 51,2 Fällen, wie das Landratsamt mitteilte. Volksfeste sollen verboten werden, Feiern mit mehr als 25 Menschen in geschlossenen Räumen und 50 Menschen draußen sollen untersagt werden. Eine entsprechende Allgemeinverfügung soll am 31. Oktober in Kraft treten.

Der Landkreis Sömmerda kündigte an, sein Bürgertelefon werde ab sofort auch an Wochenende erreichbar sei. Am Samstag und Sonntag jeweils von 10.00 bis 14.00 Uhr stehen den Angaben nach die Mitarbeiter des Landratsamtes für Fragen zur Verfügung. Außerdem werden Kontrollteams in den kommenden Tagen auf den Wochenmärkten im Kreis kontrollieren, ob die vorgeschriebene Mund-Nasen-Bedeckung auch tatsächlich getragen wird.

Am Dienstag galten laut Robert Koch-Institut die Landkreise Eichsfeld, Sömmerda, Hildburghausen, Schmalkalden-Meiningen, Altenburger Land, der Unstrut-Hainich-Kreis, der Saale-Holzland-Kreis und die Stadt Erfurt als offizielle Risikogebiete.

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