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Wirtschaftskammern: Regionen unterschiedlich belastet

Potsdam  

Wirtschaftskammern: Regionen unterschiedlich belastet

27.10.2020, 17:02 Uhr | dpa

Wirtschaftskammern: Regionen unterschiedlich belastet. IHK-Hinweisschild

Ein Schild weist den Weg zur Industrie- und Handelskammer. Foto: Bernd Wüstneck/zb/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Wirtschaft fallen in den Regionen Brandenburgs nach Angaben der Industrie-und Handelskammern unterschiedlich aus. Für Westbrandenburg schätzte die IHK Potsdam, dass die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie die wirtschaftlichen Aktivitäten in der Region stark beeinflussten. Mario Tobias, Hauptgeschäftsführer sagte am Dienstag: "Die allgemeine Unsicherheit bei den Unternehmen ist mehr als nur ein Kratzen im Hals. Gesamtwirtschaftlich kann dies immer noch zu einer schweren Erkrankung führen."

Unternehmen dürften jetzt keinesfalls mit zusätzlichen Auflagen und Bürokratie oder gar Abgaben belastet werden, so Tobias. Gerade im Handel und in der Gastronomie sollten öffentliche Flächen für Cafés, Restaurants und Verkaufsstände unbürokratisch und kostenfrei zur Verfügung gestellt werden, um somit auch in der kalten Jahreszeit mehr Gäste und Kunden bedienen zu können.

Die IHK Ostbrandenburg zeichnete ein positiveres Bild für die Region. Die Geschäftslage der Unternehmen hat sich demnach seit dem Sommer leicht verbessert, wie eine Konjunkturumfrage zum Herbst ergab. Rund 46 Prozent der befragten Unternehmen in Ostbrandenburg bewerteten danach ihre Geschäftslage als gut, im Sommer waren es nur 39 Prozent.

Auch in Südbrandenburg hat sich die konjunkturelle Stimmung gegenüber einer Umfrage im Sommer merklich aufgehellt. 40 Prozent der befragten Betriebe aller Branchen bewerteten ihre Geschäftslage mit gut. Die bereitgestellten Gelder für tragende Zukunftsprojekte im Lausitzer Strukturwandel, die Tesla-Ansiedlung und die bevorstehende Eröffnung des Flughafens BER brächten Aufbruchstimmung, prognostizierte Marcus Tolle, Hauptgeschäftsführer der IHK Cottbus.

Allerdings blicken die Unternehmen nach Einschätzung der drei Kammerbezirke verhalten auf die kommenden Monate. Die Geschäftserwartungen seien gegenüber dem Sommer eingetrübt, hieß es übereinstimmend. Die Sorgen der Unternehmen um "eine zweite große Infektionswelle" und damit einhergehende Schutzmaßnahmen würden dabei deutlich, so die IHK Potsdam. Alle Anstrengungen müssen weiter für die Stabilisierung der Wirtschaft aufgewendet und künftige Corona-Beschränkungen für die gewerbliche Wirtschaft gut abgewogen werden, sagte Tolle.

Die IHK Ostbrandenburg schaut mit Sorge auf Polen, dass als Risikogebiet gilt. In Ostbrandenburger Betrieben arbeiteten viele polnische Mitarbeiter, ohne die Produktions- und Arbeitsabläufe nicht mehr funktionieren, sagte Gundolf Schülke, Hauptgeschäftsführer der IHK Ostbrandenburg. Dass diese Arbeitskräfte weiterhin zwischen ihrem Wohn- und Arbeitsort pendeln können, müsse weiterhin uneingeschränkt möglich sein, so Schülke.

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