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Arbeitslosenzahlen auch im Oktober leicht rückläufig

Halle (Saale)  

Arbeitslosenzahlen auch im Oktober leicht rückläufig

29.10.2020, 03:38 Uhr | dpa

Arbeitslosenzahlen auch im Oktober leicht rückläufig. Gelbe Helme liegen nebeneinander auf einem Tisch

Gelbe Helme liegen nebeneinander auf einem Tisch. Foto: Soeren Stache/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

In Thüringen hat die Herbstbelebung auf dem Arbeitsmarkt angehalten und für einen leichten Rückgang bei der Zahl der Arbeitslosen gesorgt. 65 800 arbeitslose Frauen und Männer im Oktober bedeuteten einen Rückgang um 2300 gegenüber dem Vormonat, wie die Arbeitsagentur am Donnerstag mitteilte. "Wie schon im September haben wir auch in diesem Monat einen für die belebende Herbstsaison typischen Monat erlebt", erklärte Markus Behrens, Geschäftsführer der Regionaldirektion. Die Arbeitslosenquote sank leicht um 0,2 Prozentpunkte auf 5,9 Prozent, gegenüber Oktober 2019 legte die Quote um 0,9 Prozentpunkte zu. Im Oktober 2019 waren es 10 000 Arbeitslose weniger.

Der "Corona-Effekt", also die Zahl der Arbeitslosen, die aufgrund der Pandemie-Folgen zwischen März und Oktober ihre Arbeit verloren haben, nicht vermittelt werden konnten oder eine Qualifizierungsmaßnahme nicht antreten konnten, liege aktuell bei knapp 11 800, hieß es. Bei der Arbeitslosenquote betrage er 1,1 Prozentpunkte. "Die Arbeitslosigkeit in Folge der Corona-Pandemie bewegt sich insgesamt weiterhin auf einem erhöhten Niveau", so Behrens. Dass dennoch mehr Arbeitslose als im Vergleichszeitraum vor einem Jahr eine Beschäftigung aufnehmen konnten, sei ein deutliches Zeichen, dass Einstellungen jetzt nachgeholt würden.

Nach wie vor ist die Kurzarbeit ein wichtiges Instrument zur Jobsicherung während der Corona-Pandemie. Von März bis September waren bei den Arbeitsagenturen in Thüringen insgesamt 27 300 Anzeigen auf Kurzarbeit eingegangen. Dahinter standen knapp 313 900 Beschäftigte. Im Oktober wurde für insgesamt 2100 Beschäftigte Kurzarbeit angemeldet. Der am stärksten betroffene Wirtschaftszweig war nach wie vor das verarbeitende Gewerbe.

Vor dem Hintergrund rasant steigender Infektionszahlen appellierte unterdessen der DGB Hessen-Thüringen an Politik und Arbeitgeber, dem Gesundheitsschutz der Beschäftigten oberste Priorität einzuräumen. "Die größte Gefahr für Arbeit und Wirtschaft geht derzeit von mangelndem Gesundheitsschutz aus", sagte DGB-Chef Michael Rudolph. Dies gelte besonders am Arbeitsplatz. Man dürfe die Beschäftigten nicht in ihren Freizeitaktivitäten einschränken und sie gleichzeitig an ihrer Arbeit mit den Infektionsrisiken allein lassen.

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