Sie sind hier: Home > Regional >

Wenige Corona-Fälle in Asylbewerber-Aufnahmeeinrichtungen

Dresden  

Wenige Corona-Fälle in Asylbewerber-Aufnahmeeinrichtungen

29.10.2020, 14:38 Uhr | dpa

Wenige Corona-Fälle in Asylbewerber-Aufnahmeeinrichtungen. Eine Ärztin zeigt einen Test für das Coronavirus

Eine Ärztin zeigt in einem Labor einen Test für das Coronavirus. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

In Sachsens Aufnahmeeinrichtungen für Asylberber gibt es nur wenige Corona-Infektionen. Aktuell sind 33 Menschen erkrankt und separat untergebracht, eine Unterkunft steht noch bis Freitag unter Quarantäne, wie der zuständige Abteilungsleiter der Landesdirektion Sachsen, Jens Löscher, in der Aufnahmeeinrichtung in der Landeshauptstadt am Donnerstag sagte. "Alle Ankommenden werden obligatorisch getestet", sagte Vize-Behördenchef Walter Bürkel. Dabei gebe es bisher kaum positive Fälle, Ansteckung finde dann eher außerhalb statt. "Ein Test ist nur eine Momentaufnahme, was die Menschen dann zwei Tage später machen, ist nicht mehr in unserer Hand."

Das als "Stand by"-Unterkunft konzipierte Areal mit fünf Wohncontainern für rund 200 Menschen im Dresdner Norden wird ab Januar 2021 Stück für Stück bezogen, sagte Bürkel. Sie ist Ausweichquartier für andere Einrichtungen, wo Baumaßnahmen geplant sind. Die Landesdirektion Sachsen unterhält insgesamt 13 Aufnahme- sowie eine Hafteinrichtung. Aktuell werden mit 1908 etwa 52 Prozent der 3662 belegbaren Plätze genutzt. Die Zugangszahlen waren in den letzten Monaten rückläufig, sagte Bürkel. Inzwischen sei das Niveau vor der Corona-Pandemie wieder erreicht. "Pro Tag kommen etwa 25 bis 30, mit Schwankungen."

Laut der Behörde hat sich die Zugangszahl von Asylbewerbern seit 2016 mehr als halbiert - von 14 860 auf 6645 im Jahr 2019. Für 2020 weist die Statistik 3036 bis Ende September aus. Sie kamen zumeist aus Venezuela, Syrien, Georgien, Afghanistan, Pakistan, der Türkei, dem Irak, dem Libanon und Russland - bei fast einem Drittel ist das Herkunftsland unklar. Ende August lebten 21 371 Asylbewerber im Freistaat, rund 19 700 davon in Wohnungen oder Unterkünften der Kommunen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal