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Weinprämierung in Corona-Zeiten

Koblenz  

Weinprämierung in Corona-Zeiten

30.10.2020, 07:56 Uhr | dpa

Weinprämierung in Corona-Zeiten. Prämierte Weine stehen auf einem Tisch

Mit der Goldenen Kammerpreismünze prämierte Weine stehen auf einem Tisch. Foto: Peter Zschunke/dpa (Quelle: dpa)

In der diesjährigen Landesweinprämierung sind 17 Weine und ein Sekt als die besten Tropfen in Rheinland-Pfalz ausgezeichnet worden. Davon kommen jeweils fünf aus den beiden größten deutschen Weinanbaugebieten, Rheinhessen und der Pfalz. Drei Siegerweine stellen Winzer an der Mosel und zwei an der Nahe. Die kleineren Anbaugebiete Ahr und Mittelrhein sind mit jeweils einem Wein vertreten. Der rheinland-pfälzische Siegersekt wurde an der Mosel erzeugt. "Diese Erzeugnisse gehören zur qualitativen Spitze und haben für den Markt eine Leitfunktion", sagte der Präsident der Landwirtschaftskammer, Norbert Schindler.

Insgesamt wurden in diesem Prämierungsjahr 14 866 Weine, Sekte und Perlweine von 1082 Betrieben bewertet. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 12,9 Prozent. Die Landwirtschaftskammer nannte dafür zum einen die geringere Weinproduktion des Jahrgangs 2019 im Vergleich zum 2018er und zum anderen den coronabedingten Ausfall einer Prämierungsrunde im April. Nach den aufwendigen Prüfungsrunden mit verdeckten Proben wurde 4152 Mal die Goldene Kammerpreismünze verliehen. 6294 Weine können sich mit dem silbernen und 1528 Mal mit dem bronzenen Aufkleber schmücken. Unter den Weinen mit der Gold-Auszeichnung wurden in einer finalen Auswertung dann die Siegerweine zu unterschiedlichen Rebsorten bestimmt.

An der abschließenden Verkostung von zehn Weinen aus Rheinhessen nahmen auch Vertreter des Weinbauministeriums und die rheinhessische Weinkönigin Eva Müller teil, wie der Leiter des Weinbauamts in Alzey, Volker Schaefer, während einer Online-Weinprobe mit den Siegerweinen mitteilte. "Die Prämierung spielt eine große Rolle für uns, weil die Kunden diese Orientierung brauchen", sagte der Winzer Wolfgang Rüb aus Flonheim (Kreis Alzey-Worms), dessen 2019er Silvaner aus der Lage Ensheimer Kachelberg zu den Siegerweinen gehört.

Aus eigener Erfahrung mit dieser Rebsorte scherzte Weinkönigin Eva Müller: "Der Silvaner ist eine kleine Zicke, er macht viel Arbeit." Diese lohne sich aber, weil der Silvaner als Allround-Talent zu vielen unterschiedlichen Gerichten passe.

Als bester rheinland-pfälzischer Sekt wurde ein 2017er Riesling-Sekt des Mosel-Weinguts Hansjosten in Longuich ausgezeichnet. Bei der Online-Probe der rheinhessischen Siegerweine war ein Goldmuskateller-Sekt des Weinguts Acker-Martinshof in Bodenheim bei Mainz mit dabei - diese auch als Moscato Giallo bezeichnete und aus Italien kommende Rebsorte ist in Deutschland erst seit 2017 zugelassen. "Der Goldmuskateller ist ein Steckenpferd geworden", sagte Winzer Thilo Acker bei der Online-Weinprobe. Das besondere Aroma zeige sich bereits beim Hineinriechen ins Glas.

Wegen der Corona-Vorkehrungen musste in diesem Jahr das traditionelle Siegerweinforum im Kurfürstlichen Schloss in Mainz abgesagt werden. Stattdessen begab sich Kammerpräsident Schindler auf eine Tournee durch die sechs rheinland-pfälzischen Anbaugebiete, um den Winzerinnen und Winzern der Siegerweine zu gratulieren.

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