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Lahnstein: Lewentz will von Scheuer Klarheit über Sanierung

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Lahnstein: Lewentz will von Scheuer Klarheit über Sanierung

11.11.2020, 05:53 Uhr | dpa

Lahnstein: Lewentz will von Scheuer Klarheit über Sanierung. Roger Lewentz (SPD)

Roger Lewentz (SPD), Innenminister von Rheinland-Pfalz. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Gut zwei Monate nach der Entgleisung eines Güterzugs bei Koblenz und dem Auslaufen von großen Mengen Diesel hat der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) einen Brief geschrieben. Der in Lahnstein ausgelaufene Kraftstoff müsse vollständig entfernt werden, heißt es in dem Schreiben vom Montag, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Lewentz bat Scheuer um Informationen "zu den bisherigen Erkenntnissen der Unfallursache" und den Planungen zur Bodensanierung. Der Lahnsteiner Oberbürgermeister Peter Labonte (CDU) und sein Stadtrat sind laut Lewentz "sehr erbost über die Öffentlichkeitsarbeit" der Deutschen Bahn". Es brauche "eine öffentliche Klarheit" über die Bodensanierung. Die Deutsche Bahn wies die Vorwürfe zurück - umfassende Maßnahmen seien eingeleitet worden.

Weiter heißt es in dem Brief: "Die Anlieger und die Stadtverwaltung (Lahnstein) haben Angst bezüglich der von diesem versickerten Dieselöl ausgehenden Umweltschäden, insbesondere vor den Auswirkungen auf das Grundwasser."

Ein Güterzug des privaten Berliner Bahnunternehmens Laeger & Wöstenhöfer war am 30. August im Bahnhof Niederlahnstein entgleist. Sieben der mit Diesel beladenen Kesselwagen kippten um, fast 180 000 Liter Diesel liefen laut einem neueren Gutachten ins Erdreich. Zuvor war nur von 100 000 Litern die Rede gewesen. Auf 2400 Quadratmetern wurden laut Deutscher Bahn wegen der Verunreinigung 19 000 Tonnen Erde und Gestein ausgetauscht. Um die Standfestigkeit der Oberleitungsmasten nicht zu gefährden, sei der ausgelaufene Kraftstoff aber nicht komplett entfernt worden.

Für die restlichen 40 Prozent der einstigen Diesel-Gesamtmenge werden laut einem Sprecher der Deutschen Bahn sieben Brunnen gebohrt, um den Kraftstoff abzupumpen: "Bislang ist keine Belastung des Grundwassers festgestellt worden." Es werde regelmäßig kontrolliert. Bei belastetem Grundwasser würde der Diesel abgetrennt. Zusätzlich sollen laut dem Sprecher Injektionen von Sauerstoff und Bakterien zum Abbau des Diesels im Boden beitragen. Die Öffentlichkeit sei umfassend informiert worden, unter anderem bei mehreren Bürgerversammlungen. Die vollständige Bodensanierung werde bis zu sieben Jahre dauern. Das Gutachten hat die Deutsche Bahn im Internet veröffentlicht. Die Unfallursache ist noch unklar - die Ermittlungen dauern an.

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