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Volkstrauertag: Gedenken an die Opfer von Kriegen

Apolda  

Volkstrauertag: Gedenken an die Opfer von Kriegen

15.11.2020, 02:00 Uhr | dpa

Volkstrauertag: Gedenken an die Opfer von Kriegen. Skulptur an einer Grabstätte

Eine Skulptur an einer Grabstätte. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

In Thüringen ist am Volkstrauertag der Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaft gedacht worden. Die zentrale Feierstunde fand am Sonntag wegen der Corona-Pandemie in einem kleinen Kreis auf dem historischen Friedhof in Apolda statt. Der Volkstrauertag stand in diesem Jahr im Zeichen des Endes des Zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) betonte, dass dieser Gedenktag auch mit zunehmend zeitlichem Abstand von beiden Weltkriegen "ein Tag der Trauer und des Gedenkens an die Toten aller Kriege" bleibe.

Landtagspräsidentin Birgit Keller hatte im Vorfeld Trauerbeflaggung für den Landtag angeordnet. "Die Geschichte zeigt: im Krieg endet jede Menschlichkeit. Daran erinnern wir gerade im 75. Jahr des Endes des Zweiten Weltkriegs, der von Deutschland aus entfesselt wurde und unermessliche Zerstörung brachte", sagte Keller. Es bleibe eine fortwährende Aufgabe für die Versöhnung zu sorgen.

Der Volkstrauertag war anfangs den Opfern des Ersten Weltkrieges gewidmet. Er wurde in Deutschland erstmals 1922 mit einer Feierstunde begangen. Die Nationalsozialisten missbrauchten ihn später als "Heldengedenktag" für ihre Zwecke. Nach Gründung der Bundesrepublik wurde er vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge neu etabliert. Die DDR grenzte sich mit einem eigenen Gedenktag für die Opfer des Faschismus davon ab.

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