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Zwickaus OB Arndt: Debatten mit Respekt führen

Zwickau  

Zwickaus OB Arndt: Debatten mit Respekt führen

17.11.2020, 17:45 Uhr | dpa

Zwickaus OB Arndt: Debatten mit Respekt führen. Constance Arndt (parteilos) blickt in die Kamera

Constance Arndt (parteilos) blickt in die Kamera. Foto: Andreas Hummel/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild (Quelle: dpa)

Zwickaus neue Oberbürgermeisterin Constance Arndt (parteilos) hat ihre Stadt auf große Herausforderungen angesichts der Corona-Pandemie und deren Folgen eingestimmt. Diese müssten gemeinsam gestemmt werden, sagte die 43-Jährige am Dienstag nach ihrer Vereidigung im Konzert- und Ballhaus "Neue Welt". Auch wenn es bei vielen Menschen derzeit Ärger, Verunsicherung und Enttäuschung gebe, appellierte sie: "Ich bitte darum, die öffentliche Debatte mit Respekt und Vernunft zu führen."

Arndt äußerte sich zugleich zuversichtlich, dass es gelingen werde, die Corona-Situation in den Griff zu bekommen, auch wenn das noch einige Monate dauern könnte. Als Ziele für ihre Amtszeit formulierte sie unter anderem die weitere Belebung der Innenstadt, damit Zwickau Einwohnern und Besuchern ein lebendiges und attraktives Bild biete, aber auch die Förderung von Wirtschaft, Hochschule und Handwerk sowie des öffentlichen Nahverkehrs.

Arndt hatte am 11. Oktober im zweiten Wahlgang fast 72 Prozent der Stimmen erzielt und ihre CDU-Konkurrentin weit hinter sich gelassen. Die gebürtige Dresdnerin Arndt ist seit 2014 als Stadträtin des Bündnisses "Bürger für Zwickau" kommunalpolitisch aktiv. Beruflich war sie bisher Geschäftsleiterin im Modehandel. Nach ihrer Wahl hatte sie angekündigt, Zwickau als wichtigen Automobilstandort trotz des Strukturwandels der Branche stärken, die Stadt aber auch wirtschaftlich breiter aufstellen zu wollen.

Zwickau ist mit rund 89 000 Einwohnern Sachsens viertgrößte Stadt. Bundesweit Aufsehen hat sie als langjähriges Versteck des NSU-Terrortrios erregt. Arndt löst die Sozialdemokratin Pia Findeiß an der Rathausspitze ab, die nach zwölf Jahren vor Ablauf der aktuellen Amtszeit aus persönlichen Gründen in den Ruhestand geht. Sie hatte sich in den vergangenen Jahren gegen Rechtsextremismus stark gemacht. Dafür wurde Findeiß vom Internationalen Auschwitz Komitee mit dem Preis "Statue B" ausgezeichnet. Doch war die studierte Sportpädagogin wegen ihres Engagements mehrfach massiv angefeindet worden.

"In Sachen Haltung und Engagement bist du ein Vorbild für mich", würdigte Arndt am Dienstag ihre Vorgängerin. Sie sei Kritik nicht aus dem Weg gegangen, sei offen für die Meinungen und Wünsche der Menschen gewesen und habe Nachstellungen und Anschläge ertragen. "Fest steht: Du hast Bleibendes geschaffen", sagte Arndt und verwies dabei auch auf zahlreiche Bauprojekte in der Stadt.

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