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Institut für Nutztierbiologie will in Leibniz-Gemeinschaft

Dummerstorf  

Institut für Nutztierbiologie will in Leibniz-Gemeinschaft

18.11.2020, 10:11 Uhr | dpa

Institut für Nutztierbiologie will in Leibniz-Gemeinschaft. Kühe in Klimakammer am FBN in Dummerstorf

Die Milchkuh Cindy steht in einer Respirationskammer des Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN) in Dummerstorf. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archiv (Quelle: dpa)

Nach dem Ausschluss aus der Leibniz-Gemeinschaft und der gleichzeitigen Anerkennung eines Gaststatus strebt das Dummerstorfer Leibniz-Institut für Nutztierbiologie die Wiederaufnahme an. Dabei sei von einem mehrere Jahre dauernden Vorgang auszugehen, sagte Institutsvorstand Klaus Wimmers der Deutschen Presse-Agentur. Für die gut 300 Mitarbeiter sei es gut, nun Klarheit über die Situation und die Ziele zu haben.

Das Institut habe einen jährlichen Haushalt von rund 20 Millionen Euro, das Geld stamme je zur Hälfte von Land und Bund. Der größte Posten seien die Personalkosten von mehr als 15 Millionen Euro. Durch den Gaststatus könne das Institut nicht mehr an den jährlichen Etatsteigerungen teilhaben. "Das müssen wir kompensieren", sagte Wimmers. Das gesamte Institut und die Mitarbeiter stünden vor großen Herausforderungen. Es sei auch mit einem Wegfall von Stellen zu rechnen, über die notwendige Größenordnung konnte Wimmers zunächst nichts sagen. "Entlassungen sind nicht geplant."

Die Leibniz-Gemeinschaft hatte 2019 beschlossen, dass das Institut aus der Millionenförderung mit Bund und Land herausfällt. Hintergrund war demnach, dass die 2015 geforderten Verbesserungen nicht erreicht und wissenschaftliche und strategische Schwächen nicht ausreichend behoben wurden.

Das Institut habe Lehren aus den Problemen der vergangenen Jahre gezogen, die zum Ausschluss aus der Leibniz-Gemeinschaft geführt haben, sagte Wimmers. Den Gutachtern habe unter anderem eine Strategie gefehlt, die alle Institute und Disziplinen in die Zielsetzung miteinbezieht. "Wir werden uns voll um die gesellschaftlich relevanten Themen kümmern."

Die Herausforderung der Tierhaltung bestehe darin, die Probleme um Ressourcen, Umwelt- und Klimaschutz und Ernährungssicherung mit dem Tierwohl zu verbinden. Eine Rolle spiele dabei die Biodiversität, also die große Vielfalt der Nutztiere. "Diese vorhandene Vielfalt ist für die Landwirtschaft der Zukunft noch nicht ausgeschöpft."

Ein weiterer Schwerpunkt sei das Tierwohl im Zusammenhang mit Ansätzen des sogenannten Smart Farming, der Digitalisierung in der Landwirtschaft. Es gehe dann um Biomarker, Robotik und Sensorik, um individuelles Tierwohl besser definieren zu können.

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