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IHK beklagt schlechte Zahlungsmoral von Automobilherstellern

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IHK beklagt schlechte Zahlungsmoral von Automobilherstellern

18.11.2020, 10:24 Uhr | dpa

IHK beklagt schlechte Zahlungsmoral von Automobilherstellern. Ein Mitarbeiter eines Automobilzulieferers montiert einen Motor

Ein Mitarbeiter eines Automobilzulieferers montiert einen Motor. Foto: Martin Schutt/zb/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Eine derzeit schlechte Zahlungsmoral von Autobauern gegenüber ihren Zulieferern hat am Mittwoch die Industrie- und Handelskammer (IHK) Südthüringen beklagt. Zwar sei das Motiv der Liquiditätssicherung in wirtschaftlich schweren Zeiten nachvollziehbar, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Ralf Pieterwas. Aber: "Die Methode, Zahlungsziele einseitig zu verlängern und damit den Druck auf die Zulieferer zu erhöhen, ist definitiv nicht die Lösung."

Die Südthüringer Automobilindustrie mit 15 000 Beschäftigten ringe im Zuge der Corona-Pandemie mit unvorhersehbaren Einbrüchen - und das mitten im Strukturwandel. Laut der Herbst-Konjunkturumfrage der IHK Südthüringen muss ein Drittel der Kfz-Zulieferbetriebe deutlich unter der Normalauslastung produzieren. Nur noch 11 Prozent der befragten Unternehmen verfügten über eine gute Ertragslage, für 66 Prozent habe sich die Geschäftssituation im Vergleich zum Vorjahr dramatisch verschlechtert, so die IHK.

Den Automobilzulieferern bleibe wenig betriebswirtschaftlicher Spielraum, wenn einer ihrer wichtigsten Kunden bewusst seine Zahlungen verzögere. Faire und nachhaltige Geschäftsbeziehungen nach den Grundsätzen des ehrbaren Kaufmanns seien der einzig vertretbare Weg zum nachhaltigen Erfolg.

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