Sie sind hier: Home > Regional >

Autogipfel: Rehlinger erwartet konkrete Festlegungen

Saarbrücken  

Autogipfel: Rehlinger erwartet konkrete Festlegungen

18.11.2020, 12:36 Uhr | dpa

Autogipfel: Rehlinger erwartet konkrete Festlegungen. Die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD)

Die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD). Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) hat die Beschlüsse des Autogipfels als zu wenig konkret kritisiert. Zwar bedeuteten die Beschlüsse vom Dienstag eine deutliche Unterstützung der für Deutschland und das Saarland wichtigen Automobilindustrie.

"Die Förderungen für die Zuliefererindustrie müssen aber auch konkretisiert werden. Nur die Summe zu erhöhen hilft nicht, wenn kein Geld ankommt, wenn keiner die Kriterien kennt und Anträge stellen kann", heißt es in einem entsprechenden Statement der Ministerin und stellvertretenden Ministerpräsidentin vom Mittwoch. Das Bundeswirtschaftsministerium müsse liefern.

Mit weiteren Kaufanreizen für Elektroautos bis 2025, neuem Fördergeld für sauberere Lastwagen und mehr Stromtankstellen will der Staat die deutsche Autoindustrie beim Wandel hin zu klimaschonerenden Fahrzeugen unterstützen. Die Bundesregierung sagte bei einem Spitzengespräch von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Branchenvertretern drei Milliarden Euro zusätzlich zu.

Auch der im Saarland ansässige, und grenzüberschreitend operierende, Automobil- und Zuliefererverband autoregion forderte, die geplante Förderung der Betriebe müsse schnell umgesetzt werden. "Die Ergebnisse des jüngsten Autogipfels in Berlin weisen in die richtige Richtung", wird Armin Gehl, Geschäftsführer des Verbands in einer Mitteilung zitiert. Es gelte in der aktuellen Phase des Umbruchs, die führende technologische Stellung der deutschen Automobil- und ihrer Zuliefererindustrie im globalen Wettbewerb für die Zukunft zu sichern, fügte er hinzu.

Daher sei auch die Verlängerung des Bonus für Elektro- und Hybridfahrzeuge grundsätzlich richtig, da sich auf diese Weise die Antriebstechnologien zum Durchbruch verhelfen ließen. Die Abwrackprämie für Laster mit alter Motorentechnik sei aus Sicht der autoregion ebenfalls ein positives Zeichen. Allerdings fehle es noch an schweren Lastwagen, die mit alternativen Antrieben unterwegs seien und so die Dieselfahrzeuge ersetzen könnten.

"Wir müssen als Autoland Saar bei der künftigen Entwicklung ganz vorne mitspielen", wird Gehl in der Mitteilung zitiert. Die Ansiedlung des Batterieherstellers SVOLT in Überherrn und Heusweiler sei dafür ein wichtiger Baustein.

Der chinesische Automobilzulieferer Svolt Energy Technology will seine Europa-Produktion im Saarland ansiedeln und dort zwei Milliarden Euro in den Bau einer Batterieproduktion für E-Autos investieren. Dabei sollen 2000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Das gaben Vertreter von Svolt, Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) und Anke Rehlinger als seine Stellvertreterin (SPD) am Dienstag bekannt.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal