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Corona-Lage in Thüringen verschlimmert sich

Hildburghausen  

Corona-Lage in Thüringen verschlimmert sich

20.11.2020, 16:12 Uhr | dpa

Corona-Lage in Thüringen verschlimmert sich. Coronavirus

Ein Wattestäbchen eines Corona Abstriches wird im Labor bearbeitet. Foto: Oliver Berg/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

In weiten Teilen Thüringens breitet sich das Coronavirus weiter rasant aus. So lag im Landkreis Hildburghausen der Wert der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz am Freitag bei 302,2 und damit weit über dem bundesdeutschen Durchschnitt von 139 Neuinfektionen je 100 000 Einwohnern innerhalb einer Woche. Auch im Landkreis Sonneberg war er mit 200,98 deutlich höher als im Durchschnitt. Für ganz Thüringen meldete das Gesundheitsministerium am Freitag bei 2126 Neuinfektionen innerhalb einer Woche einen Inzidenzwert von 99,7.

Dabei flachte die Kurve neuer Corona-Infektionen in Thüringen in den vergangenen 24 Stunden leicht ab. Waren am Donnerstag noch 500 Fälle gemeldet worden, so waren es am Freitag nach Angaben des Gesundheitsministeriums 340. Die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie registrierten Ansteckungen stieg demnach auf 12 445; die im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gezählten Todesfälle nahmen auf 282 zu. Schätzungen zufolge sind 8680 Menschen nach einer Infektion mit dem Sars-Cov-2-Virus inzwischen wieder genesen.

Derweil meldete der Unstrut-Hainich-Kreis einen Ausbruch von Infektionen in einem Pflegeheim in Großvargula. Nachdem bei einem Bewohner ein Test positiv ausgefallen war, wurden alle Bewohner sowie das gesamte Personal getestet. Mit Stand Freitag seien 29 Bewohner sowie acht Mitarbeiter positiv getestet worden, einige Testergebnisse ständen noch aus. Konkrete Ursachen für den Ausbruch konnten den Angaben zufolge bisher nicht festgestellt werden.

Die im Senioren-Wohnpark Großvargula lebenden Bewohner wurden nach Angaben der Einrichtungsleitung in verschiedene Bereiche innerhalb des Gebäudes umgesetzt, um Kontakte zwischen infizierten und nicht infizierten Personen auszuschließen und eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern.

Der Saale-Orla-Kreis verzeichnete eigenen Angaben nach von Donnerstag auf Freitag den bislang höchsten Stand bei Neuinfektionen. Besondere Sorge bereitet dem Gesundheitsamt zufolge neben einem ambulanten Pflegedienst in Tanna auch das DRK-Pflegeheim in Schleiz mit mehr als 100 Plätzen. Nach den Positivbefunden bei zwei Bewohnern wurde das Corona-Virus mittels Antigentest inzwischen auch bei zwei Angestellten nachgewiesen.

Nachdem im DRK-Pflegeheim Albert Schweizer im Landkreis Altenburger Land zu Wochenbeginn drei Coronafälle aufgetreten waren, hatte das Gesundheitsamt den entsprechenden Wohnbereich durchgetestet. Im Ergebnis erhöhte sich die Zahl der Infizierten auf nunmehr 21 - betroffen sind zwölf Bewohner und neun Pflegekräfte.

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