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Silberreiher fühlen sich im Freistaat immer wohler

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Silberreiher fühlen sich im Freistaat immer wohler

24.11.2020, 13:06 Uhr | dpa

Silberreiher fühlen sich im Freistaat immer wohler. Kraniche

Kraniche fliegen über den Stausee Berga-Kelbra. Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Silberreiher scheinen sich im Freistaat zunehmend wohl zu fühlen. Seien die stattlichen Vögel vor 30 Jahren noch eine Sensation in Deutschland gewesen, so sei die Zahl der in Bayern beobachteten Silberreiher in den letzten Jahren rapide angestiegen, teilte der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) am Dienstag mit. Auch aktuell gingen gehäuft Sichtungsmeldungen über Silberreiher ein.

"Vor allem in den Wintermonaten sind die Vögel oft in großer Zahl zu beobachten - dabei manchmal in Gruppen von über 200 Tieren", sagte LBV-Vogelexperte Simon Niederbacher. "Bruten des Silberreihers in Bayern sind allerdings noch keine bekannt." Warum die Vögel nur an wenigen Standorten in Deutschland brüten, sei noch nicht geklärt.

Auch warum die Tiere sich immer weiter nach Mittel- und Westeuropa ausbreiten, ist laut LBV Spekulation. "Der Silberreiher hat in den letzten Jahrzehnten - ähnlich wie der Weißstorch - zunehmend Mäuse, Insekten und Würmer in seinen Speiseplan aufgenommen. Da diese reichlicher vorhanden sind als Amphibien und Fische, findet er auch mehr Nahrung", mutmaßt der LBV-Experte. Die steigenden Brutpaarzahlen im Osten führen demnach zu mehr überwinternden Silberreihern in Deutschland, wobei auch immer mehr Tiere den Sommer hierzulande verbringen.

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