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Kliniken im Land bereiten sich auf mehr Corona-Patienten vor

Brandenburg an der Havel  

Kliniken im Land bereiten sich auf mehr Corona-Patienten vor

24.11.2020, 17:50 Uhr | dpa

Kliniken in Brandenburg steuern derzeit bei der Betreuung von Corona-Patienten nach. Das hat eine dpa-Umfrage ergeben. Am Klinikum Brandenburg an der Havel arbeitet seit Dienstag eine weitere Station als Covid-19 Abklärungsstation, wie die Einrichtung mitteilte. Eine andere Station wurde eigens dafür umgerüstet, Patienten wurden intern verlegt. Wegen der Vergrößerung des Covid-19-Bereichs muss den Angaben zufolge das OP-Programm reduziert und ein Teil der planbaren Eingriffe abgesagt werden. Am Wochenende hatte die Klinik wegen Überlastung die Neuaufnahme von Covid-19 Patienten und -Verdachtsfällen gestoppt.

Das größte Potsdamer Krankenhaus - das Klinikum Ernst von Bergmann - ist seit der ersten Infektionswelle im Frühjahr Koordinierungsstelle für einen Verbund von zehn Kliniken in Westbrandenburg, um Covid-Patienten besser zu versorgen. In einem "Versorgungscluster" werde die Verteilung der Patienten in der Region koordiniert, etwa wenn in einer Klinik kurzfristig keine Kapazitäten mehr verfügbar seien, erklärte Klinik-Chef Hans-Ulrich Schmidt.

Derzeit werden im Klinikum 39 Patienten mit Covid-19 betreut, 14 von ihnen auf der Intensivstation. Zehn Patienten werden derzeit beamtet, wie das Klinikum mitteilte. Diese Zahlen seien immer Momentaufnahmen, erläuterte eine Sprecherin. Aktuell könnten insgesamt 51 Covid-19-Patienten betreut werden. Auf den Stationen stünden bis zu 35 Betten zur Verfügung, zusätzlich stünden 16 Intensiv-Betten bereit. Diese Kapazitäten könne das Klinikum kurzfristig auf bis zu 24 Beatmungsplätze erweitern. Aktuell sei das aber nicht notwendig.

Am Carl-Thiem-Klinikum in Cottbus steht nach Angaben der Einrichtung derzeit ausreichend Personal zur Verfügung, um Covid-19 Patienten zu betreuen. Allerdings mussten dafür einzelne Stationen zusammengelegt werden, um das Personal für die pflegeintensiven Patienten zu bündeln. Nicht lebensnotwendige Operationen würden derzeit im Einzelfall verschoben. "Die derzeitige Entwicklung der Pandemie sollte keine wirtschaftlichen Auswirkungen auf den Betrieb unseres Krankenhauses haben", sagte eine Sprecherin. Deshalb sei es in der angespannten Situation für alle Kliniken derzeit extrem wichtig, dass von der Bundesregierung eine finanzielle Unterstützung erfolge.

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