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Aktivisten seilen sich an A4 von Brücke ab: Minister sauer

Dresden  

Aktivisten seilen sich an A4 von Brücke ab: Minister sauer

27.11.2020, 11:16 Uhr | dpa

Aktivisten seilen sich an A4 von Brücke ab: Minister sauer. Mehrere Streifenwagen der Polizei stehen aufgereiht nebeneinander

Mehrere Streifenwagen der Polizei stehen aufgereiht nebeneinander. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Mit einer waghalsigen Aktion haben am Freitag in Sachsen Klimaaktivisten für die Verkehrswende protestiert. Zwei Männer seilten sich am frühen Morgen von einer Brücke über die Autobahn 4 bei Dresden ab, wie ein Sprecher der Polizeidirektion Dresden bestätigte. Die Autobahn wurde zwischen dem Dreieck Dresden-West und der Anschlussstelle Altstadt für mehr als fünf Stunden komplett gesperrt; es kam zu Verkehrsbehinderungen mit mehreren Kilometern Stau.

Am Mittag war das Spezialeinsatzkommando mit Experten der Höhenrettung am Einsatzort. Sie konnten die Aktivisten mithilfe einer Hubbühne von der Brücke holen. "Freiwillig wollten sie nicht weg", erläuterte ein Polizeisprecher. Gegen die 24 und 40 Jahre alten Männer wird nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sowie Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz ermittelt.

Die Aktivisten wollten deutlich machen, dass die Verkehrswende jetzt geschehen müsse, um die Auswirkungen der Klimakrise so gering wie möglich zu halten, hieß es bei Twitter.

"Die Aktion auf der A4 hat nichts mehr mit legitimem Protest zu tun, sondern ist eine kriminelle Handlung, die Menschenleben aufs Spiel setzt und den Straßenverkehr gefährdet", sagte Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. Durch die Verkehrsbehinderungen entstehe zudem ein enormer volkswirtschaftlicher Schaden.

Verkehrsminister Martin Dulig betonte, er habe zwar Verständnis für das Thema Klimaschutz, solche Aktionen seien aber inakzeptabel. "Diese Art des Protestes gefährdet Menschenleben und stellt einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr dar. Ich habe dafür null Verständnis", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

Ähnliche Aktionen gab es etwa auch in Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Thüringen.

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