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Niederlande investieren in neue Bahnverbindung

Bad Bentheim  

Niederlande investieren in neue Bahnverbindung

27.11.2020, 16:03 Uhr | dpa

Niederlande investieren in neue Bahnverbindung. Niederlande investieren in Bahnverbindung nach Niedersachsen

Ein Zug im Bahnhof Nordhorn. Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild/Archiv (Quelle: dpa)

Die Niederlande investieren zehn Millionen Euro in eine Bahnverbindung in die niedersächsische Grafschaft Bentheim. In etwa fünf Jahren sollen Personenzüge zwischen dem niederländischen Coevorden und Bad Bentheim fahren, wie die Provinz Drenthe am Freitag mitteilte. Für die Menschen aus dem niederländischen Grenzgebiet rückten damit große deutsche Städte wie Bremen, Hannover oder Berlin näher, hieß es. In Bad Bentheim gibt es Anschluss an die Bahnverbindung Amsterdam-Berlin.

Das Geld fließt in die Ertüchtigung der jetzigen Güterzugverbindung auf niederländischer Seite. Insgesamt bringe die niederländische Seite 13 Millionen Euro auf, sagte dazu der Vorstand der Bentheimer Eisenbahn, Joachim Berends. Zehn Millionen kommen von der niederländischen Regierung in Den Haag, dazu noch einmal drei Millionen von der Provinz. Die Bentheimer Eisenbahn investiere selber zwei Millionen Euro für ihre Infrastruktur auf niederländischer Seite.

Auf deutscher Seite müsse nun ein rund 30 Kilometer langer Abschnitt zwischen der Grenze und der Stadt Neuenhaus ertüchtigt werden, sagte Berends. Die Kosten von 29 Millionen Euro könnten zu 90 Prozent vom Bund und zu 10 Prozent vom Land getragen werden. Das Vorhaben werde derzeit in Hannover geprüft. "Das Projekt in Holland hilft natürlich, dass da jetzt Dampf auf den Kessel kommt", sagte Berends. Die Güterzugstrecke ist bislang auf eine Spitzengeschwindigkeit von 50 Kilometern in der Stunde ausgelegt; für Personenzüge muss es aber Tempo 100 sein.

"Das Projekt ist ein wichtiger Beitrag zu moderner und klimafreundlicher Mobilität im Grenzgebiet und zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in Europa", sagte dazu Nordhorns Bürgermeister Thomas Berling (SPD).

Aktuell laufe noch das Bewertungsverfahren, sagte ein Sprecher des niedersächsischen Verkehrsministeriums. Erst wenn dieses Verfahren positiv beschlossen sei, könne etwas über die Kosten gesagt werden. Das Verkehrsministerium und die Landesnahverkehrsgesellschaft setze sich aber für dieses Projekt ein. Im Fall eines positiven Beschlusses wolle sich das Ministerium auch beim Bund für eine Förderung der Reaktivierung einsetzen.

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