Sie sind hier: Home > Regional >

Nico Ruhle wird neuer Bürgermeister von Neuruppin

Neuruppin  

Nico Ruhle wird neuer Bürgermeister von Neuruppin

29.11.2020, 01:14 Uhr | dpa

Nico Ruhle wird neuer Bürgermeister von Neuruppin. Blick über Neuruppin

Blick über Neuruppin. Foto: Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Fontanestadt Neuruppin bekommt mit dem SPD-Politiker Nico Ruhle einen neuen Bürgermeister. Der frühere Vorsitzende der Brandenburger Jusos setzte sich am Sonntag in der Bürgermeister-Stichwahl überraschend gegen den 65 Jahre alten Amtsinhaber Jens-Peter Golde (Pro Ruppin) durch. Ruhle erhielt nach dem vorläufigen Ergebnis 56,7 Prozent der Stimmen, Golde kam auf 43,3 Prozent, wie die Stadt im Internet mitteilte.

Im ersten Durchgang der Bürgermeisterwahl am 8. November hatte Amtsinhaber Golde nach dem vorläufigen Ergebnis klar mit 39,6 Prozent der Stimmen vor Ruhle mit 21,9 Prozent geführt. Der Bürgermeister, der seit 2005 im Amt ist, war auch von CDU und Grünen unterstützt worden. Sechs Kandidaten hatten sich zur Wahl gestellt.

Im Bürgermeisterwahlkampf hatte sich Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) in den vergangenen Tagen auf einer Wahlwerbung mit Ruhle gezeigt, wie die Berliner "B.Z." am Sonntag im Internet berichtete. SPD-Generalsekretär Erik Stohn sagte, dies sei übersehen worden und nach Hinweisen umgehend aus dem Netz genommen worden. Im Koalitionsvertrag haben SPD, CDU und Grüne erklärt, Regierungshandeln und Wahlwerbung klar zu trennen.

Ruhle war vor 14 Jahren nach Neuruppin gezogen. Er ist gebürtig in Dessau in Sachsen-Anhalt. Der Rechtspfleger wurde bei der Kommunalwahl 2014 zum Stadtverordneten gewählt. Von 2011 bis 2013 war er Landeschef der SPD-Jugendorganisation, der Jungsozialisten.

Wie der erste Wahlgang fand auch die Stichwahl unter besonderer Beobachtung der Polizei statt. Vor den Wahlen hatte es Drohungen gegen Golde gegeben. Am 21. Oktober hatten Unbekannte das Auto des Kommunalpolitikers vor seiner Wohnung in Brand gesteckt. Einen Tag später war bekannt geworden, dass ein Drohschreiben in Goldes Briefkasten steckte. Auch eine Drohung per Mail ging bei ihm ein. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt zu den Hintergründen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: