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Dresdner Bischöfe bitten um Verständnis für Verzicht

Dresden  

Dresdner Bischöfe bitten um Verständnis für Verzicht

29.11.2020, 13:56 Uhr | dpa

Dresdner Bischöfe bitten um Verständnis für Verzicht. Tobias Bilz

Tobias Bilz, der Landesbischof der evangelischen Landeskirche in Sachsen. Foto: Stefan Sauer/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Der evangelische Landesbischof Tobias Bilz und sein katholischer Amtsbruder Heinrich Timmerevers vom Bistum Dresden-Meissen haben die Christen in Sachsen auf eine Advents- und Weihnachtszeit mit Einschränkungen eingeschworen. In einer gemeinsamen Erklärung vom Sonntag baten sie, angesichts der Corona-Infektionslage den Weg der Kirchen zur Kontaktreduzierung mitzugehen und sich im Sinn der Nächstenliebe darauf einzulassen, dass nur in kleinen Kreisen gefeiert werden könne. Sie verwiesen zugleich auf die Botschaft der Weihnachtsgeschichte, die gerade in schwierigen Zeiten Hoffnung geben könne und die Kraft, jetzt füreinander da zu sein und einander zu helfen.

"Es wird eine Advents- und Weihnachtszeit, wie wir sie so noch nicht erlebt haben", erklärten sie. Das Wort von der Finsternis, in der Menschen sind, bekomme angesichts der Situation "eine ungeahnte Realität für jeden Einzelnen, für unsere Gemeinden und Familien". Weihnachten werde nicht in der gewohnten Gemeinschaft möglich sein. Es "wird ein Fest, das wir im ganz kleinen Kreisen feiern müssen", auch in den Kirchen und Gemeinden. "Aber wir möchten Ihnen sagen: Es wird Weihnachten werden mit dem, was dieses Fest ausmacht! Wir werden „Stille Nacht, heilige Nacht“ singen und die Weihnachtsgeschichte lesen."

Aber Gottesdienste müssen in ihrer Dauer, der Personenzahl und im Gemeindegesang begrenzt werden, so die Bischöfe. Digitale Formate gewinnen nun ebenso wie alternative Möglichkeiten, Verbundenheit zu zeigen, an Bedeutung. "Keiner soll in existentieller Not einsam sein oder gar alleine sterben." Bilz und Timmerevers verwiesen darauf, dass die Adventszeit in der Kirche auch immer eine Fastenzeit war. "Das bedeutet, sich zurückzunehmen und auf Dinge zu verzichten; das tun wir jetzt."

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