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DWD: Thüringen zweitkühlstes Bundesland im Herbst

Offenbach am Main  

DWD: Thüringen zweitkühlstes Bundesland im Herbst

30.11.2020, 17:27 Uhr | dpa

Im Herbst ist es in Thüringen im Vergleich zu allen anderen Bundesländern am zweitkühlsten gewesen. Die Temperaturen erreichten in den Monaten September, Oktober, November im Durchschnitt knapp 10 Grad, wie aus einer vorläufigen Bilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vom Montag hervorging. Nur in Bayern war es demnach kühler (9,2 Grad). Die Temperaturen lagen 0,3 Grad unter dem Bundesdurchschnitt (10,3 Grad) und 1,8 Grad über dem vieljährigen Durchschnitt in der Referenzperiode von 1961 bis 1990 (8,2 Grad).

Der Niederschlag war mit einer Menge von 140 Litern pro Quadratmeter im Vergleich zum deutschlandweiten Wert (150 Liter pro Quadratmeter) und zum 30-jährigen Mittel unterdurchschnittlich (155 Liter). Die Sonne zeigte sich gut 365 Stunden und damit genauso viel wie im Bundesdurchschnitt und 66 Stunden mehr als im vieljährigem Mittel.

Der Herbst 2020 ist laut DWD der viertwärmste in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 gewesen. Damit verzeichneten nur die Jahre 2006 mit 12 Grad Mittelwert, 2012 mit einem Durchschnitt von 11,1 Grad und 1982 mit 10,4 Grad einen wärmeren Herbst. Zu den Werten trug unter anderem das spätsommerliche Wetter in der ersten Septemberhälfte bei - zur Monatsmitte gab es noch einmal Höchstwerte von deutlich über 30 Grad. Die vorläufige Bilanz ist eine erste Auswertung der rund 2000 Messstationen des DWD.

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