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Immer mehr Corona-Patienten im Klinikum Niederlausitz

Lauchhammer  

Immer mehr Corona-Patienten im Klinikum Niederlausitz

01.12.2020, 16:22 Uhr | dpa

Immer mehr Corona-Patienten im Klinikum Niederlausitz. Ein Beatmungsgerät steht neben einem Bett auf der Intensivstation

Ein Beatmungsgerät steht neben einem Bett auf der Intensivstation. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Am Klinikum Niederlausitz in Südbrandenburg bleibt die Lage wegen der Zunahme von Corona-Patienten weiter angespannt. Dort werden nach Angaben von Sprecherin Kristin Dolk vom Dienstag derzeit 44 Covid-19 Patienten betreut, fünf davon werden intensiv beatmet. Am Freitag waren es noch 39 Patienten und drei künstlich beatmete Kranke. Das Klinikum liegt im Landkreis Oberspreewald-Lausitz, der brandenburgweit mit einem Wert von aktuell 305,4 die meisten Ansteckungen innerhalb einer Woche je 100 000 Einwohner hat.

Alle Kräfte würden auf die Pandemie- und die Notfallversorgung ausgerichtet, berichtete Sprecherin Dolk. Auch der Umbau einer Station zur Covid-Station sei in einer Nachtaktion am Dienstag abgeschlossen worden. In sechs Zimmern könnten Patienten nun direkt an die Sauerstoffversorgung angeschlossen werden. Während in dem Klinikum zu Beginn der Corona-Pandemie im ganzen Frühjahr 13 Covid-19 Patienten betreut wurden, waren es seit Oktober laut Sprecherin bereits 132. Technisch gebe es 35 Beatmungsplätze, dafür müsse aber ausreichend Fachpersonal vorhanden sein.

Der Geschäftsführer der Klinik, Tobias Vaasen, hatte am Freitag gemeinsam mit Landrat Siegurd Heinze (parteilos), vor einer Verschärfung der Situation gewarnt. Wenn die Infektionszahlen weiter so stark stiegen, gerate die medizinische Versorgung in den Pandemiebereichen des Klinikums in Gefahr.

In Brandenburg ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Vergleich zur Vorwoche gestiegen. Von Montag bis Dienstag wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums 427 neue Fälle registriert, am Dienstag vor einer Woche waren es 362 neue Ansteckungen. Aktuell gelten 6794 als erkrankt, von denen 511 in Krankenhäusern behandelt werden. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen stieg für ganz Brandenburg leicht auf 128,4. Sechs Schulen waren am Montag wegen Corona geschlossen, eine mehr als Freitag.

Seit diesem Dienstag gelten in Brandenburg strengere Corona-Regeln. Private Treffen ob zuhause oder im Freien sind nur noch mit bis zu fünf statt bis zu zehn Menschen aus zwei Hausständen möglich, Kinder unter 14 Jahren sind ausgenommen. Schüler müssen bereits ab der siebten Klasse außer im Sportunterricht und bei langen Abiprüfungen Maske tragen. Bisher galt die Maskenpflicht für Oberstufenschüler. Der Mund-Nasen-Schutz wird auf öffentliche Räume wie Banken, Postfilialen, Behörden und Krankenhäuser sowie im Freien auf Orte mit vielen Menschen ausgeweitet, über die Orte entscheiden die Kommunen.

In größeren Geschäften über 800 Quadratmeter Fläche darf nur ein Kunde pro 20 Quadratmeter einkaufen, in kleineren Läden weiter ein Kunde pro 10 Quadratmeter. Touristische Übernachtungen in Hotels und Pensionen bleiben tabu, Gaststätten und Cafés haben geschlossen, nur Außer-Haus-Verkauf ist dort erlaubt. Auch Theater, Kinos und Museen bleiben zu. Die Regeln gelten vorerst bis 21. Dezember.

Die Bundespolizei hat ihre Kontrollen der Einhaltung der Regeln in Bahnhöfen, Zügen auf Flughäfen und an der Grenze zu Polen verstärkt. Für November hätten die Einsatzkräfte in Berlin und Brandenburg knapp 17 000 Ermahnungen ausgesprochen, weil die Maskenpflicht nicht beachtet worden sei. In 106 Fällen informierten die Einsatzkräfte die Gesundheitsämter, damit ein Bußgeldverfahren folgt.

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