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Arbeit für Chocolatiers: Schokoweihnachtsfrau mit Maske

Spremberg  

Arbeit für Chocolatiers: Schokoweihnachtsfrau mit Maske

03.12.2020, 05:36 Uhr | dpa

Arbeit für Chocolatiers: Schokoweihnachtsfrau mit Maske. Goedele Matthyssen

Goedele Matthyssen, Chefin der Confiserie Felicitas. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Die vorweihnachtliche Schokoladenproduktion in Brandenburg läuft derzeit auf Hochtouren. In der Confiserie Felicitas in Hornow bei Spremberg (Spree-Neiße), die 50 Fachgeschäfte mit Köstlichkeiten beliefert, werden derzeit tausende Weihnachtsmänner und Pralinen hergestellt. "Wir kommen kaum hinterher", sagte Inhaberin Goedele Matthyssen der Deutschen Presse-Agentur. Grund sei auch, dass die Mitarbeiter wegen der Corona-Pandemie in kleineren Gruppen verteilt arbeiteten, um die Abstands-und Hygieneregeln einhalten zu können. Zudem seien 70 Prozent der Mitarbeiter in Kurzarbeit, damit der Betrieb über die Corona-Zeit komme.

Auch Sonderwünsche würden derzeit erfüllt, erzählte die 52-Jährige. So seien etwa Schoko-Weihnachtsfrauen und Schokoladen-Engel mit Masken bestellt worden. Zudem sei das derzeit geschlossene Café in einen Verkaufsraum umgestaltet worden, damit Kunden beim Einkauf mehr Platz hätten.

Die Inhaber setzen auch auf das Online-Geschäft, denn in den Geschäften fehlten die Touristen in den Städten und auch Stammkunden, die sonst einkauften. So sei zum Weihnachtsbasteln für Familien mit Kindern ein Paket für Schokomalerei mit einer Anleitung für Zuhause entworfen worden, erzählte Matthyssen.

Auch die sieben Mitarbeiter der Schokoladenmanufaktur Edelmond in Luckau im Spreewald sind mehr als ausgelastet, wie Geschäftsführer Alexander Martin berichtete. Weihnachtspräsente seien sehr begehrt. Das Marzipan sei bereits ausverkauft und müsse nachproduziert werden. Vor allem Firmen bestellten Schokolade für ihre Mitarbeiter. Der Mittdreißiger hat sich auf handgemachte Schokoladenkreationen nach traditionellen Rezepten spezialisiert. Die Zutaten sind ihm zufolge ausschließlich biozertifiziert, die Schokolade werde mit fairgehandelter Bio-Kakaobohne hergestellt.

Solch eine Schokoladentafel brauche mitunter einige Tage, erzählte Martin. So müsse etwa die Schale der Kakaobohne abgesaugt und die Schokopaste tagelang gewalzt werden, bis die Tafel fertig sei. Martin hatte vor acht Jahren angefangen, sein Schokohandwerk umzusetzen. Der Chocolatier setzt überwiegend auf den Online-Handel.

Der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg, Nils Busch-Petersen, sieht auch mit Blick auf die Corona-Pandemie, dass die Einzelhändler bei der Digitalisierung mehr Unterstützung brauchen. Viele Händler würden jetzt erkennen, dass Online wichtig sei, keiner könne mehr ohne Internet leben, sagte er. Derzeit werde überlegt, wie die Kaufleute digital "fitter gemacht" und vor Ort beraten werden können.

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