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Wintersportverbände fordern Fahrplan für Wintersport

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Wintersportverbände fordern Fahrplan für Wintersport

03.12.2020, 15:48 Uhr | dpa

Wintersportverbände fordern Fahrplan für Wintersport. Zwei Schilder im Wintersportgebiet

Zwei Schilder im Wintersportgebiet. Foto: Peter Kneffel/dpa (Quelle: dpa)

Ski- und Snowboardverbände fordern einen klaren Fahrplan für den Wintersport. Es müsse auch über die Weihnachtsferien hinaus Aussagen geben, wann Lifte starten könnten und ob Loipen öffnen dürften, verlangten die Verbände am Donnerstag.

Seit Sommer seien Hygienekonzepte erarbeitet worden - nun werde dennoch pauschal ein Lockdown beschlossen. Wintersport sei Outdoorsport und hab zunächst nichts mit Après-Ski und Party zu tun. Zudem müsse zwischen den Sportarten differenziert werden. In der Politik werde derzeit alles "in einen Topf geworfen", sagte der Präsident des Deutschen Skiverbandes, Franz Steinle. Es gehe um Bewegung. "Es gibt fast nichts Schöneres als Wintersport."

Der Präsident des deutschen Snowboardverbandes, Hanns-Michael Hölz, mahnte eine bessere Verständigung der Kernalpenländer an. Wenn der Shutdown fortgesetzt werde, "verlieren wir eine ganze Generation von Nachwuchssportlern".

"Aus unserer Sicht ist die reine Ausübung des Wintersports kein Infektionstreiber", sagte Wolfgang Pohl, Präsident des Deutschen Skilehrerverbandes. Mit Handschuhen, Helm und Schal sei man besser geschützt als sonst. Kurse seien auf acht Teilnehmer reduziert.

Ralf Roth von der Sporthochschule Köln sagte, es gehe auch um gesellschaftliche Verantwortung und Arbeitsplätze. Die Entwicklung der Sicherheitskonzepte sei wissenschaftlich begleitet worden. Wintersport stärke das Immunsystem und biete viele Möglichkeiten.

Die ehemaligen Spitzensportler Rosi Mittermaier, Christian Neureuther und Hilde Gerg plädierten eindringlich dafür, Wintersport möglich zu machen. Gastronomie sei nicht unbedingt nötig. Stattdessen "nimmt man halt eine Brotzeit und einen warmen Tee mit", sagte Mittermaier. Gerg verwies auf die vorliegenden Konzepte. Nun müssten Liftbetreiber und Verbände die Chance bekommen, diese "wenigstens auszuprobieren".

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