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Elbe Flugzeugwerke recyceln Airbus in Rothenburg

Rothenburg/Oberlausitz  

Elbe Flugzeugwerke recyceln Airbus in Rothenburg

09.12.2020, 12:23 Uhr | dpa

Elbe Flugzeugwerke recyceln Airbus in Rothenburg. Ein Airbus startet an einem Flughafen

Ein Airbus startet an einem Flughafen. Foto: Daniel Reinhardt/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Recycling statt Schrottplatz: Mit der Zerlegung eines ersten Airbus A 320 haben die Elbe Flugzeugwerke (EFW) auf dem Flugplatz in Rothenburg ein Pilotprojekt gestartet. EFW-Geschäftsführer Andreas Sperl sprach am Mittwoch zum Auftakt in Rothenburg von einem "Meilenstein für die am Pilotprojekt beteiligten Unternehmen und die Region". Mit dem Flugzeug-Recycling sollen neue Standards gesetzt werden. "Denn ein Airbus A320 soll möglichst umfassend zurück in den Wertstoffkreislauf", so Sperl.

Mit dem Flugzeug-Recycling setzen die EFW auf eine Nische, die aktuell an Bedeutung gewinnt. Durch die Corona-Pandemie sind Airlines und Betreiber weltweit von Umsatzeinbrüchen betroffen. Trotzdem müssen sie Wartungen und Reparaturen an ihren Maschinen ausführen, damit diese flugfähig bleiben. Im Vergleich zu teuren Neuteilen würden gute Ausbau-Ersatzteile attraktiv, sagte eine EFW-Sprecherin. Je nach Auftraggeber und Flugzeug könne es sich für Kurzstreckenflugzeuge um 700 bis 1500 unterschiedliche Teile handeln, die es wiederzugewinnen gelte.

Die Wahl auf Rothenburg fiel unter anderem wegen der 2000 Meter langen Landebahn des Flugplatzes und der Abstell-Kapazität von bis zu 27 Flugzeugen. Hier sollen nun Bauteile wie Triebwerke, Fahrwerk oder Bordcomputer, hochwertiges Material wie Aluminium und andere Metalle oder Kunststoffe, Glas und Verbundmaterialien fachgerecht aufbereitet werden und eine zweite Verwendung finden.

Die EFW mit Sitz in Dresden ist ein anerkannter Wartungsbetrieb der Luftfahrtbehörden. Das Joint Venture von ST Engineering (Singapur) und Airbus baut unter anderem Passagierflugzeuge in Frachtflugzeuge um und repariert Airbus-Flugzeuge. Das Unternehmen beschäftigt rund 1600 Mitarbeiter.

Partner des Pilotprojekts sind neben dem Flugplatz Rothenburg an der sächsisch-polnischen Grenze das niederländische Unternehmen APOC Aviation als Flugzeug- und Ausbauteile-Händler sowie die Eco-FLY Ltd.

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