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Schulsport im Corona-Dezember zwischen Lust und Frust

Lahnstein  

Schulsport im Corona-Dezember zwischen Lust und Frust

14.12.2020, 05:54 Uhr | dpa

Schulsport im Corona-Dezember zwischen Lust und Frust. Sportunterricht unter Corona-Bedingungen

Sportunterricht. Foto: Thomas Frey/dpa (Quelle: dpa)

Ballspiele draußen bei Frost oder drinnen mit Maske: Der Schulsport polarisiert in kalten Seuchenzeiten - manche lehnen ihn ab, andere freuen sich, dass noch Bewegung an Schulen möglich ist. Die Landesschülervertretung (LSV) Rheinland-Pfalz in Mainz hat kürzlich beklagt: "Vor kalter Luft brennende Lungen, gefrorene Laufbahnen, nassgeschwitzte Klamotten und keine Umkleidemöglichkeiten - so sieht der Sportunterricht aktuell aus." Draußen sei die Gefahr von Erkältungen zu groß. Drinnen gibt es laut einem LSV-Sprecher das Problem, dass sich Sporthallen oft zu wenig lüften lassen, um Corona-Infektionen zu vermeiden. Die LSV fordert daher, beim Schulsport immer auf Theorieunterricht auszuweichen.

Das Bildungsministerium in Mainz betont dagegen in einem Leitfaden: "Der Schulsport leistet auch in Zeiten der Corona-Pandemie einen wichtigen Beitrag für eine ganzheitliche Entwicklung der Kinder und Jugendlichen. Bewegung, Spiel und Sport sind wichtige Elemente des schulischen Alltags." Sie müssten an die Pandemie angepasst werden.

Nelson Djifroudi (18), Schüler am Johannes-Gymnasium in Lahnstein, sagt zum Schulsport: "Diese Abwechslung ist schon ganz gut, wenn man sowieso Präsenzunterricht hat." Sein Sportlehrer Oliver Engel ergänzt: "Viele Schüler sind in einem goldenen Lernalter, wo sie sich motorisch am besten weiterentwickeln." Bewegung dürfe den sonst lange sitzenden Schülern nicht genommen werden, zumal derzeit der Vereinssport verboten sei. "Bewegung ist auch Prävention: Ein gesunder Körper kann besser mit Viren umgehen", betont Engel.

Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Rheinland-Pfalz begrüßt die Fortführung des Schulsports mit Corona-Auflagen. Schon vor der Seuche hätten sich viele Schüler zu wenig bewegt, sagt GEW-Mitglied Jochen Sachsenhauser. Gerade die Jüngeren hätten viel Bewegungsdrang - den gelte es zu fördern.

Die Corona-Pandemie erzwingt allerdings zahlreiche Einschränkungen. Das Bildungsministerium empfiehlt in seinem Leitfaden: "Bei trockener Witterung sollte der Sportunterricht vorzugsweise im Freien stattfinden." Dort könne auf die Maske verzichtet werden. Beim Unterricht in Innenräumen müssen Schüler ab der fünften Klasse dagegen einen Mund-Nasen-Schutz tragen - auch in Sporthallen. Der Zwölftklässler Nelson Djifroudi sagt: "Wir achten da auf Mindestabstände und machen nicht so anstrengende Sachen, damit wir nicht so viele Aerosole ausstoßen." Kontaktsportarten seien nicht möglich. Bälle beispielsweise würden vorher und nachher desinfiziert.

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