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Keine Entscheidung über Impfstoffversorgung auf den Inseln

Aurich  

Keine Entscheidung über Impfstoffversorgung auf den Inseln

15.12.2020, 06:16 Uhr | dpa

Keine Entscheidung über Impfstoffversorgung auf den Inseln. Symbolbild "Impfung"

Eine Flüssigkeit tropft aus der Kanüle einer Spritze. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Trotz des planmäßigen Starts der Impfzentren in Niedersachsen an diesem Dienstag gibt es für die Impfstoffversorgung auf den Ostfriesischen Inseln noch keine beschlossenen Lösungen. Noch gebe es zu viele Unklarheiten etwa was den genauen Personenkreis und das Anmeldeverfahren für die Impfungen angehe, teilten die Landkreise der Deutschen Presse-Agentur mit. Erst wenn feststehe, welcher Impfstoff und welche Gruppen wann geimpft werden sollen, könnten logistische Abläufe genauer geplant werden, hieß es. Im Gespräch sind etwa der Einsatz mobiler Impfteams, die Impfung in Inselarztpraxen oder die Reise zu den Impfzentren auf dem Festland.

Der Landkreis Aurich plant, den Impfstoff per Schiff nach Juist, Norderney und Baltrum zu bringen. Dazu werde der Kontakt zu Reedereien gesucht, teilte ein Kreissprecher mit. Grundsätzlich sollen demnach mobile Impfteams das Impfen übernehmen. Für Juist und Baltrum gebe es auch Überlegungen für eine Abwicklung der Impfungen jeweils in einer Insel-Arztpraxis. Auf Norderney könnte das Impfen in einer Klinik ablaufen. Beschlossen ist das aber noch nicht. Das genaue Vorgehen soll in den kommenden Tagen geklärt werden.

Auch für Langeoog und Spiekeroog sind Entscheidungen noch nicht gefallen, teilte der Landkreis Wittmund mit. Der Kreis richtete sein Impfzentrum in der Jugendherberge Esens ein - weit im Nordwesten des Kreisgebietes. Für die Standortentscheidung habe auch die gute Erreichbarkeit der Insel Langeoog gesprochen, sagte ein Kreissprecher. Ob Insulaner für eine Impfung auf das Festland kommen müssen, ist noch unklar. Denkbar sei auch, dass mobile Impfteams vom Zentrum aus auf die Inseln fahren und dort Gruppen impfen, hieß es.

Die Versorgung der Inseln mit Impfstoffen stellt die Kreise vor logistische Herausforderungen. Die Fährverbindungen zu den Inseln Wangerooge, Spiekeroog, Baltrum und Juist sind abhängig von den Gezeiten und verkehren daher nicht regelmäßig. Hinzu kommen besondere Anforderungen an den Impfstoff-Transport. Etwa muss das Vakzin der Firmen Biontech und Pfizer bei minus 70 Grad gelagert werden. Bis zu fünf Tage ist eine Lagerung auch in normalen Kühlschränken möglich.

Der Landkreis Friesland hat für Impfungen auf Wangerooge ebenfalls unterschiedliche Szenarien in Planung: "Von Impfungen im Impfzentrum bis hin zu mobilen Teams auf der Insel", teilte eine Sprecherin mit. Details sollten noch mit dem Land abgesprochen werden. Das Vorgehen hänge von dem eingesetzten Impfstoff und den Transportmöglichkeiten ab. Auch der Landkreis Leer, zu dem Borkum zählt, sei mit dem Land für Absprachen in Kontakt. Der Kreis habe die "Besonderheiten des Impfens auf der Insel" wiederholt vorgetragen, teilte eine Sprecherin mit. Vom Land seien dazu weitere Regelungen angekündigt worden.

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